Mehr als nur Übernachten in Hamm

Ein besonderes Hotel wird „Herzstück“ des CreativReviers Heinrich Robert

Der Lichthof Heinrich Robert bei der ExtraSchicht.
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Das CreativHotel mit seinem Lichthof soll das Zentrum des CreativReviers Heinrich Robert werden.

Herzstück des CreativReviers Heinrich Robert in Hamm soll das „CeativHotel“ werden. Ein Hotel? Ja - aber auch so viel mehr!

Herringen – Einzelhandel und Gewerbe, Probenräume und Ateliers, Restaurants und Freizeiteinrichtungen, Wohnungen und Büros und sogar eine Universität: Es gibt schon sehr konkrete Vorstellungen, wie das knapp 55 Hektar große CreativRevier Heinrich Robert in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden kann. Die zentrale Anlaufstelle soll dabei das CreativHotel werden, das Investor Jürgen Tempelmann zuletzt unter anderem Arbeitsminister Hubertus Heil, dem Bund Deutscher Baumeister, dem künftigen Hammer Oberbürgermeister Marc Herter sowie dessen Vorgänger Thomas Hunsteger-Petermann vorgestellt hatte.

Rund 250 Arbeitsplätze

Tempelmann möchte mit dem CreativHotel ab 2021 durchstarten. Anders als es der Name jedoch vermuten lässt, ist das geplante CreativHotel – es umfasst den Lichthof mit den angrenzenden Räumen, die Kaue und das Direktionsgebäude – mehr als „nur“ ein klassischer Übernachtungsbetrieb. Es ist Hotel, Quartiersmanager und Touristeninformation in einem und vernetzt als Kümmerer vor Ort künftig alle Lebens- und Arbeitsbereiche im CreativRevier. Etwa 250 Menschen sollen einmal im und für das Hotel im CreativRevier tätig sein.

Gesteuert werden soll alles über die Rezeption im Lichthof. „Hier läuft alles zusammen – und zwar rund um die Uhr“, erklärte Tempelmann. Sie sei Ansprechpartnerin sowohl für die Bewohner des CreativReviers, als auch für dessen Gäste.

Quartiersmanager

Menschen, die eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, können sich künftig ebenso an die Rezeption wenden wie diejenigen, die einen Service benötigen. Ferner können über die Rezeption Event-Tickets oder Tische in der Gastronomie gebucht werden. Zudem wird sie über Tourismus- und Freizeitangeboten vor Ort informieren und sich im Revier um die Fragen der Sicherheit und des Gebäudemanagements kümmern. Wer möchte, kann auch Räumlichkeiten und Flächen für Veranstaltungen anmieten, unter anderem für Hochzeiten, Firmen-Events, Ausstellungen und Märkte. Insgesamt stehen im CreativRevier Heinrich Robert rund 100 Zimmer für Übernachtungen, Home Office und längerfristige Aufenthalte sowie für Kreativbüros, Ateliers, Ausstellungsflächen, Seminar- und Musikprobenräume zur Verfügung.

Doch das ist noch nicht alles: Geplant oder im Bau sind auch ein Schulungszentrum für Aus- und Weiterbildung (1500 bis 3000 Quadratmeter), Gastronomiebetriebe wie eine Kaffeerösterei und ein Restaurant, eine „Galerie der Musik“ (etwa 1 000 Quadratmeter) als Showroom für Wechselausstellungen und Auftrittsmöglichkeit für Musiker, ein Fitnessstudio (circa 2000 Quadratmeter), ein ähnlich wie die Innenhofgärten in Spanien und Portugal angelegter Kauengarten (circa 500 Quadratmeter) und das „Atelier de Wendel“ von Norbert Then als Ausstellungs-/Veranstaltungsfläche, Künstlerwerkstatt und „OpenStage“. Letzteres konnten die Besucher der ExtraSchicht 2019 bereits bestaunen.

Ein Jahr zurückgeworfen

Laut Jürgen Tempelmann bekommt er regelmäßig Anfragen von Menschen, die im CreativRevier etwas anmieten möchten und die auch bereit sind zu investieren. Aufgrund der Corona-Pandemie lägen viele Pläne allerdings auf Eis. „Die Krise hat uns ein Jahr zurückgeworfen“, so der Investor. Dennoch sei er zuversichtlich, noch in diesem Jahr die ersten Räume vermieten zu können.

Diejenigen, die das CreativRevier zuletzt besucht haben, sehen in dem Projekt eine „Riesenchance“ nicht nur für Herringen und Pelkum, sondern auch für Hamm und die gesamte Region.

Um mittelfristig das gesamte Areal vermarkten zu können, muss auch noch die RAG Montan Immobilien einige Hausaufgaben erledigen. Dazu gehört vor allem die Entlassung weiterer Bereiche aus der Bergaufsicht. Bis dahin muss unter anderem noch eine umfangreiche Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei erfolgen. Zudem steht der Abriss weiterer Gebäude an. Dazu gehört auch die alte Schmiede, die Tempelmann zwar gerne erhalten hätte, die aufgrund ihrer Schadstoffbelastung aber nicht mehr genutzt werden kann.

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