Rettungsanker für St. Jupp?

Linke: Coronavirus kann Krankenhaus retten

Das Thema St. Jupp könnte durch den Kampf gegen das Coronavirus eine neue Intensität erfahren, glauben die Linken.
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Das Thema St. Jupp könnte durch den Kampf gegen das Coronavirus eine neue Intensität erfahren, glauben die Linken.

Taugt das grassierende neuartige Coronavirus zum Rettungsanker für das angezählte St.-Josef-Krankenhaus in Bockum-Hövel? Stimmen aus der Politik können sich das zumindest gut vorstellen.

Bockum-Hövel – „Der Coronavirus zeigt: St. Josef muss erhalten werden!“ Das sagt die Linke und stellt für die nächste Ratssitzung einen entsprechenden Antrag. Eine auf Profit ausgerichtete Krankenhauslandschaft versage bei der Gesundheitsversorgung der Menschen bereits viel zu oft im Normalfall.

Die jetzige Ausnahmesituation durch die Vorbereitung auf eine mögliche Epidemie oder sogar Pandemie zeige, dass ein weiterer Kahlschlag im Ernstfall schlimme Auswirkungen haben könne, stellt Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt Hamm, fest. Die logische Konsequenz sei: Die Stadt soll alles Mögliche unternehmen, um das Krankenhaus in Bockum-Hövel zu erhalten und in kommunale Trägerschaft zu überführen.

Verzicht gefährdet Sicherheit

„Die durch Bundes- und Landesministerium aktivierten Notfallpläne zeigen deutlich, dass wir auf Krankenhäuser nicht verzichten können”, so Alisan Sengül. Noch sei man aufgrund der vorgehaltenen Kapazitäten auf eine Epidemie jedweder Art vorbereitet. Doch erst im vergangenen Jahr habe die Bertelsmann-Stiftung ein Gutachten vorgelegt, in dem sie die Schließung von 800 der derzeit noch 1400 Kliniken in Deutschland vorgeschlagen habe.

Dann habe NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nachgelegt und die Konzentration auf wenige Großkliniken und die Schließung der Hälfte der Krankenhäuser in NRW vorgeschlagen. Doch schon bei der Grippewelle vor einem Jahr hätten hundertfach Patienten auf den Gängen versorgt werden müssen, so Sengül.

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