Parks, Bäder, Wirtschaft

Alles wieder runter: So läuft der November-Lockdown in Hamm - weiter Warten auf Details

Hammer Fußgängerzone kurz vor dem Lockdown im November 2020.
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In der Fußgängerzone war jetzt schon merklich weniger los.

Auch in Hamm beginnt ab Montag infolge der zweiten Corona-Welle der Lockdown. Doch wie genau sieht der aus? Noch sind nicht alle Fragen beatwortet.

Hamm - 220 Tage sind vergangen, seit am 23. März der erste Lockdown für NRW und damit auch für Hamm angeordnet wurde. 85 Hammer waren damals akut mit dem Coronavirus infiziert, 645 befanden sich in Quarantäne – Werte, die deutlich unter den aktuellen lagen. Ab Montag wird nun fast alles wieder heruntergefahren. Ein Überblick.

Bis zum Donnerstagabend lag im Hammer Rathaus noch nicht die neue Coronaschutzverordnung des Landes vor. Telefonisch war der Stadt im Tagesverlauf aus Düsseldorf mitgeteilt worden, dass die neue Verordnung aber derart umfassend ausfallen werde, dass keine eigene Hammer Allgemeinverfügung nötig werde. In der erwarteten Verordnung des Landes wird offiziell geregelt, dass Gastronomen, Tattoo Artists, Massagesalons, Nagelstudios und etliche weitere Wirtschaftszweige wie die Kultur- und Veranstaltungsbranche ab Montag für vier Wochen in die Röhre schauen werden. Wie die Corona-Hilfen aussehen und wer für die Umsetzung zuständig ist, ist noch nicht abschließend geklärt.

Corona-Lockdown in Hamm: Noch keine Aussagen zu Maxipark und Tierpark

Auch Aussagen dazu, ob ab Montag auch der Maxipark oder der Tierpark zu schließen seien, konnten demzufolge von der Verwaltung noch nicht getätigt werden. Auch blieb unklar, ob die Maskenpflicht (zum Beispiel in der Fußgängerzone) im Lockdown in Hamm verschärft wird. Schon sicher ist, dass der Weihnachtsmarkt abgesagt wurde. Auch das Maximare wird ab Montag für vier Wochen schließen.

Bei der Wirtschaftsförderung Hamm (WFH) hat man die Hoffnung, dass anders als bei den Soforthilfe-Programmen im Frühjahr dieses Mal kein Informations-Chaos durch unklare Vorgaben von Bund und Land einsetzen werde. Schließlich gehe es dieses Mal um einen Umsatzausgleich. „Letztlich wissen wir bislang aber auch nicht mehr als in der Zeitung steht“, räumt WFH-Geschäftsführer Dr. Karl-Georg Steffens ein. Wer als Unternehmer Fragebedarf habe, solle sich telefonisch an die Wirtschaftsförderung wenden. Die Service-Hotline (9293-444) sei weiterhin freigeschaltet.

Corona-Lockdown in Hamm: Stadt wird an Hotline „nicht überrannt“

Auch die Stadt hält weiterhin eine Corona-Hotline bereit (Te. 17 64 44). Diese ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr zu erreichen. Am Mittwoch gingen dort 575 Anrufe ein. „Wir haben gut zu tun, werden aber nicht überrannt“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Viele Frage drehten sich um die neuen Auflagen und darum, welche Art von Treffen während des Lockdowns noch erlaubt seien.

Kanzlerin Angela Merkel hatte den Lockdown am Mittwoch damit begründet, dass in 75 Prozent der Fälle Infektionsketten nicht mehr nachvollzogen werden könnten. Das ist nach Auskunft der Stadt in Hamm deutlich anders. Über den gesamten Pandemieverlauf habe man lediglich 26 Prozent der Fälle nicht nachvollziehen können. Inzwischen seien Tage dabei, in denen das bei 50 Prozent nicht gelinge. Das sei allerdings auch arbeitsökonomisch zu begründen. Im Zweifel sei es wichtiger, Kontaktpersonen eines Infizierten schnell zu ermitteln und in Quarantäne zu schicken. „Je mehr Neuinfektionen wir haben, desto mehr ungeklärte Infektionsquellen gibt es“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg.

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