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Coronavirus in Hamm: Weniger Infizierte, mehr Intensivpatienten

In Hamm werden täglich über 100 Coronatests durchgeführt.
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In Hamm werden täglich über 100 Coronatests durchgeführt. (Symbolbild)

Die Zahl der Corona-Infizierten sinkt in Hamm. Es gab allerdings wieder mehr Neuinfektionen als am Dienstag. Der Überblick.

Hamm - 58 Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldete das Gesundheitsamt der Stadt am Mittwochmittag. Das waren wieder 17 mehr als am noch am Vortag. Trotzdem sank die Zahl der aktuell Infizierten von 697 auf 640, weil gleich 115 Personen neu als genesen galten - ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie in Hamm. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) liegt aktuell bei 269,6 (minus 5,5 Punkte). (News zum Coronavirus in Hamm)

Von den 58 Neuinfizierten haben sich 37 vermutlich innerhalb der Familie oder dem Bekanntenkreis angesteckt, sechs vermutlich beim Arbeitgeber. Bei 15 ist der Infektionsweg noch unbekannt. 46 der 58 Neuinfizierten wurden positiv getestet, als sie bereits unter Quarantäne standen.

Neun Corona-Patienten auf der Intensivstation

Im Krankenhaus müssen im Moment 61 Corona-Patienten stationär behandelt werden (+1). Neun Von ihnen liegen auf der Intensivstation - und damit ebenfalls einer mehr als am Dienstag. Ein Mann ist älter als 30 Jahre alt, jeweils einer älter als 50 und 60, zwei Männer sind älter als 70 Jahre und zwei über 80. Eine betroffene Frau ist über 70, eine weitere über 90 Jahre alt.

Von den mittlerweile 2.687 Genesenen sind 1.432 weiblich und 1.255 männlich. In Quarantäne befinden sich aktuell 2.914 Personen, was noch einmal einen deutlichen Anstieg um 170 bedeutet. Die häusliche Isolation wieder verlassen haben 19.313 Hammer (+1.047). 21.459 Proben sind inzwischen an den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen worden (+149).

Rektoren: Lasst die Schulen auf!

Trotz hoher Infektionszahlen fordern viele Rektoren weiter Unterricht in den Schulen. Allerdings sollte man flexiblere Lösungen ermöglichen - nicht einfach nur geöffnete oder geschlossene Schulen.

In einem gemeinsamen Kraftakt haben Stadt Hamm, Stadtwerke und Schulen den morgendlichen Schülerverkehr entzerrt. Damit sollen besonders frequentierte Linien und Ersatzbusse entlastet werden, um überfüllte Busse zu verhindern. Seit diesem Montag ist der morgendliche Schulbeginn der drei Gesamtschulen in Hamm verlegt worden: auf 8.45 Uhr.

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen hat Oberbürgermeister Marc Herter verschärfte Regeln umgesetzt. Dabei geht es um eine erweiterte Maskenpflicht und weitere Einschränkungen für Treffen in privaten Räumen. Die hier zusammengefassten Regeln gelten seit Mittwoch.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Treffen in Privaträumen sind auf zehn Personen beschränkt. Eine Regelung, aus wie vielen Haushalten die Menschen kommen dürfen, gibt es nicht. Genehmigungen für Treffen und Feiern unter 10 Personen müssen nicht eingeholt werden.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. In der Fußgängerzone gilt samstags zu den Geschäftszeiten eine Maskenpflicht.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sind geschlossen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Der Maxipark ist geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Geschlossen sind auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege sind möglich. Friseursalons können öffnen.

St.-Barbara-Klinik in Hamm landet Hit im Netz

Im Netz erheitert trotz der so ernsten Lage im Moment ein Video aus der St.-Barbara-Klinik in Hamm die Gemüter. Zum Hit „Jerusalema“ tanzen etliche Mitarbeiter der Klinik. Das Video auf Facebook haben inzwischen über 1,7 Millionen Menschen gesehen, auf Youtube hat der Clip über 1,2 Millionen Aufrufe gesammelt.

Gäbe es Corona nicht, würde in diesen Tagen rund um die Pauluskirche der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Dass es dazu in diesem Jahr nicht kommt, dürfte hinlänglich bekannt und begründet sein – Weihnachtsstimmung aber will die Stadt in der Innenstadt trotzdem erzeugen. In der Fußgängerzone sind mittlerweile auch Leucht-Bäume mit „mitwachsenden“ Lichterketten zu sehen.

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