St. Vinzenz

Weiterer Corona-Fall in Hammer Altenheim: Stadt gibt trotzdem Entwarnung

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In dem Altenheim im Hammer Westen sind Besuche derzeit nur im Außenbereich gestattet.

In einem weiteren Hammer Altenheim hat es einen positiven Corona-Befund gegeben. Anlass zur Sorge sei das nicht, betont die Verwaltung.

Hamm – Alten- und Pflegeheime sind demnach - zumindest aktuell - in Hamm kein Corona-Hotspot. Das betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann noch einmal, nachdem er Anfang der Woche bei einer ersten Corona-Zwischenbilanz von "Glück" sprach, dass das Virus nach vielen Fällen zu Beginn der Pandemie nicht wieder in Heime übersprang. Gerade deshalb bleiben die Einrichtungen im Fokus der Stadt.

Dass das gut und richtig so ist, zeigte zuletzt ein positiver Corona-Fall in der Belegschaft des Altenheims St. Vinzenz-Vorsterhausen im Hammer Westen. Dort wurde am vergangenen Wochenende eine Mitarbeiterin positiv getestet.

Alle 217 Test negativ ausgefallen

Infolge dessen gab es eine groß angelegte Testreihe in dem Haus, wie die Stadt jetzt auf WA-Anfrage mitteilte. Ergebnis: Alle 217 Tests bei Bewohnern und Mitarbeitern fielen negativ aus. 113 Bewohner und 104 Mitarbeiter waren abgestrichen worden. Einige Mitarbeiter wurden allerdings noch nicht getestet, weil sie entweder im Urlaub oder krank sind. Weil sie sich im kritischen Zeitraum ohnehin nicht in der Einrichtung aufhielten, sei aber nicht davon auszugehen, dass diese Personen sich angesteckt haben. 

 „Nach derzeitigem Stand hatten auch nur Bewohner eines der vier Wohnbereiche Kontakt zu der Mitarbeiterin“, erklärte ein Stadtsprecher. Am kommenden Wochenende werden trotzdem alle Bewohner und Mitarbeiter noch ein zweites Mal getestet, um a uszuschließen, dass sich das Virus doch unentdeckt in dem Altenheim ausbreitet.

Besuche wohl schon bald wieder möglich

Besuche sind in der Einrichtung derzeit nur im Außenbereich möglich. Und das nur für Bewohner, die keinen Kontakt zu der infizierten Mitarbeiterin hatten. Wenn auch die zweite Testreihe negativ ausfällt, sollen die Einschränkungen so schnell wie möglich aufgehoben werden. „Wir sind als Kommune angehalten, Besuche möglich zu machen. Auch das Landesgesundheitsministerium hat nochmal auf die große Bedeutung solcher Treffen hingewiesen“, erklärte der Stadtsprecher.

Seit Anfang Juni waren in vier Hammer Altenheimen rund 500 Coronatest durchgeführt worden, weil Besucher oder Mitarbeiter als Kontaktpersonen von Corona-Infizierten aufgefallen waren. Nie bestätigte sich der Verdacht, dass sie das Virus in die Einrichtung getragen haben.

Wenn Bewohner typische Symptome aufweisen werden sie zudem sofort isoliert und getestet. Auch Neuzugänge in den Altenheimen müssen sich weiterhin auf das Coronavirus testen lassen und in Quarantäne, bis das Ergebnis vorliegt.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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