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Coronavirus in Hamm: Über 50 Neuinfektionen am Montag, mehr Covid-Patienten im Krankenhaus

Mann in Corona-Testzentrum
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Die Coronavirus-Infektionen steigen seit Anfang Herbst. Deshalb wird auch wieder mehr getestet (Symbolbild).

Auch am Montag wurden in Hamm wieder etliche Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt, die alle Zahlen in die Höhe trieben.

Hamm - 51 Neuinfektionen meldete das Gesundheitsamt der Stadt Hamm am Montag. 26 der Ansteckungen haben sich vermutlich in einer bestehenden Quarantäne bei Familienangehörigen oder Bekannten ereignet. Am Sonntag waren es 33 gewesen. Vier positiv Getestete sind bei einer Reihentestung bei ihrem Arbeitgeber aufgefallen. Sie arbeiten alle in dem gleichen Betrieb. 21 Infektionen ließen sich von den Mitarbeitern der Kontaktverfolgung, die nach wie vor auch von der Bundeswehr unterstützt wird, nicht einer klar nachzuzeichnenden Kette zuordnen.

339 aktuell Infizierte in Hamm

Durch die vielen bekannt gewordenen Ansteckungen stieg die Zahl der aktuell Infizierten auf 339 - 34 mehr als noch am Sonntag. 180 von ihnen sind weiblich, 159 männlich. Gleichzeitig neu als genesen galten am Montagmittag 17 Hammer. Insgesamt trifft das seit Beginn der Pandemie auf 1.579 Personen zu. 859 sind weiblich, 720 männlich.

Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) kletterte ein weiteres Mal deutlich und liegt mittlerweile für Hamm bei 186,8 (+11,7). Erst wenn Hamm wieder unter einen RKI-Wert von 50 fällt können die weitreichenden Kontaktbeschränkungen und die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die verschärften Regeln für Feiern und Veranstaltungen gelockert werden. War Hamm einige Tage lang im September deutschlandweiter Hotspot, was die Ausbreitung des Coronavirus betrifft, grassiert das Virus mittlerweile fast überall im Land und lässt die Zahlen auch dort deutlich steigen.

Fünf Personen auf Intensivstation

Auch die Zahl derer, die sich wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandeln lassen müssen, ist leicht auf 18 gestiegen. Mit fünf liegt auch einer mehr von ihnen auf der Intensivstation. Dort werden eine Frau über 40, eine Frau über 50, ein Mann über 50 und zwei Männer über 70 betreut.

In Quarantäne befanden sich am Montagmittag 1.725 Personen (+54), aus dieser Beobachtung entlassen worden sind 13.798 Hammer (+175). „Netto“ sind also im Vergleich zu Sonntag 229 Personen neu unter häusliche Isolation gestellt worden. An den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle sind inzwischen 18.314 Proben genommen worden (+93).

Über die seit Montag geltenden Lockdown-Regeln gab es zuletzt in Hamm reichlich Verwunderung. Zum einen fielen durch den neuen Landeserlass speziell vom Hammer Rathaus verfügte Beschränkungen für Privaträume weg. Ob und wie die wieder eingeführt werden könnten, ist zur Zeit Gesprächsthema zwischen dem designierten Oberbürgermeister Marc Herter und dem Land.

Auch, warum der Tierpark schließen musste, der Maxipark aber offen bleiben darf, ließ viele Hammer ratlos zurück. Der Grund für diesen Umstand steckt im Detail.

Im Überblick: Diese Regeln gelten ab Montag in Hamm

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.

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