1. wa.de
  2. Hamm
  3. Coronavirus in Hamm

Weniger lästige Kontrollen beim Shoppen - 2G-Bändchen ab Dienstag in Hamm erhältlich

Erstellt:

Von: Cedric Sporkert

Kommentare

Schneller zum Glühweinstand: Mit den Bändchen kann auch der Hammer Weihnachtsmarkt besucht werden.
Schneller zum Glühweinstand: Mit den Bändchen kann auch der Hammer Weihnachtsmarkt besucht werden. © Stadt Hamm

Einkaufen in der Hammer Innenstadt und im Allee-Center sowie der Besuch des Weihnachtsmarktes werden ab Dienstag etwas einfacher. Dann werden 2G-Bändchen eingeführt.

Hamm - Wie in anderen Städten gibt es nun auch in Hamm das Angebot, nach entsprechender Kontrolle des Impf- und Genesenen-Nachweises sowie des Personalausweises ein tagesaktuelles 2G-Bändchen zu erhalten – und damit ohne weitere Kontrolle andere Geschäfte zu besuchen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Bändchen ab Dienstag in den Geschäften erhältlich - Übersicht fehlt noch

Weil die Bändchen-Aktion in Hamm erst rund um das Wochenende organisiert wurde, sind bislang noch nicht allzu viele Geschäfte dabei. Eine zentrale Übersicht gibt es ebenfalls noch nicht. Die seit dem vergangenen Wochenende verpflichtenden „normalen“ 2G-Kontrollen sollen auch weiterhin Standard bleiben. „Wir können ja niemanden zwingen, ein solchen Bändchen anzulegen“, betonte der Chef des Stadtmarketings, Klaus Ernst.

Die Bändchen werden künftig in den Geschäften ausgegeben, die sich an der Aktion beteiligen. Genauso wie an mehreren Ständen auf dem Weihnachtsmarkt und durch das Kontroll-Personal, das rund um die Pauluskirche patrouilliert. Die Einzelhändler der Innenstadt können die Bändchen beim Stadtmarketing bestellen. Die Bändchen haben an jedem Tag eine andere Farbe. So sei sichergestellt, dass es keinen Betrug gibt. Die Bändchen am Dienstag sind neon-grün.

Bewusst sei keine zentrale Anlaufstelle zur 2G-Kontrolle und für die Ausgabe der Bändchen eingerichtet worden. An einem solchen Ort würde sich nur eine unnötig große Menschenansammlung bilden - und solche sollen schließlich in der aktuellen Zeit vermieden werden.

Allee-Center setzt nun doch auf Bändchen

Auch im Allee-Center können die Bändchen genutzt werden. Wie viele der dort angesiedelten Shops mitmachen, war am Montagabend nicht zu klären. „Das Center hat insgesamt 15.000 Bändchen pro Farbe bestellt und verteilt diese eigenständig an die Geschäfte. Deshalb wissen wir nicht, wer sich beteiligt“, erklärte Ernst.

Das Center nimmt ein Stück weit eine Sonderrolle ein. Im Bereich der Gänge gilt lediglich die Maskenpflicht, in einigen Geschäften 3G, in den meisten 2G. Und in Geschäften für Produkte des täglichen Bedarfs wie der Apotheke wiederum nur die Maskenpflicht. Auch im Allee-Center sollen die Bändchen deshalb nicht zentral ausgegeben werden. „Das ergibt einfach keinen Sinn, das zentral zu machen“, sagte der Chef des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), Jörg Wiesemeier.

Der Idealfall, wenn sich viele Händler beteiligen: Die Besucher der Innenstadt lassen sich im ersten Geschäft, das sie besuchen, kontrollieren und können dann entspannt durch die Fußgängerzone, durch das Allee-Center und über den Weihnachtsmarkt schlendern - ohne weiteren Nachweis.

Ernst: „Viele Menschen sind erfreut, wenn sie kontrolliert werden“

Allgemein sei zu beobachten, dass viele Besucher der Innenstadt gut klarkommen mit den verschärften Zugangsvoraussetzungen. „Viele Menschen sind erfreut, wenn sie kontrolliert werden. Es wird nicht gemeckert“, befand Ernst. An den Eingängen des Weihnachtsmarktes - dort gibt es keine generelle Einlasskontrolle - hätten sich etwa wiederholt unaufgefordert Menschen in eine Schlange eingereiht, als zufällig an dieser Stelle der Impfnachweis eines Besuchers kontrolliert wurde.

Auch der Einzelhandel beobachtet diese entspannte Disziplin. „Dem letzten Samstag habe ich schon ängstlich entgegengeblickt“, sagte Matthias Grabitz, der Sprecher der Hammer Einzelhändler. Die Kontrollen seien aber überraschend geschmeidig gelaufen, die Besucherzahlen brachen nicht ins Bodenlose. „Viele Menschen fühlten sich sogar wohler und sicherer“, sagte der Geschäftsmann. Er schränkte aber ein: „Die Frequenz in den Geschäften ist insgesamt natürlich immer noch stark reduziert wegen der Warnung, sich nicht zu viel unter Menschen zu bewegen.“ Es gebe einige Geschäfte, die darunter besonders zu leiden hätten.

Auch interessant

Kommentare