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Schulkinder füllen Lücken in Corona-Testzentren in Hamm

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Von: Frank Lahme

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Test im Schnelltest-Zentrum werden vorbereitet
Testen, testen, testen: Die Nachfrage (hier im Aktivita) stimmt weiterhin. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Seit einer Woche müssen Impfmuffel ihre Schnelltests selbst bezahlen. Der allgemein erwartete große Einbruch an den Teststellen ist bislang nicht erfolgt. Das sagen zumindest die drei Betreiber der größten Schnelltestzentren in Hamm.

Hamm - Das Geschäft lohne sich weiterhin, weil vor allem Schulkinder die Lücken (halbwegs) auffüllen. Schulkinder dürfen sich weiterhin kostenlos testen lassen und müssen wegen der Herbstferien zu einem der Zentren, niedergelassenen Testärzte oder einer Apotheken. Insgesamt gibt es in Hamm derzeit 19 Stellen, wo man sich testen lassen kann. Eine Übersicht ist auf hamm.de/corona im Internet zu finden.

„Die Woche war okay. Es sind genug Menschen gekommen, um alle vier Standorte offen zu halten“, sagte Thomas Johannpeter (Aktivita) am Freitag gegenüber dem WA. Etwa ein Drittel der Kundschaft seien Selbstzahler, der Rest seien Schüler und beispielsweise Schwangere oder stillende Mütter. Sie alle seien „froh, dass es uns gibt und dass sie sich testen lasten können“, so Johannpeter. Spannend werde es, wenn die Ferien vorüber seien. Für die nächste Woche rechne er mit einer ähnlichen Resonanz wie in der jetzt ablaufenden.

Rückgang um 30 bis 50 Prozent

Ähnlich fiel auch die Einschätzung bei der Akademie für Notfallmedizin aus, die an der Radbodstraße ein Testzentrum betreibt. Im Schnitt kämen etwa 200 Testwillige pro Tag. Als die Tests noch kostenfrei waren, seien es auch schon mal 300 gewesen. „Das ist schon erstaunlich gut“, hieß es aus der Zentrale. Ein Drittel der aktuellen Kundschaft bestehe aus Schulkindern, die zum Beispiel ins Schwimmbad oder einen Freizeitpark wollten und dafür einen Negativ-Test benötigten.

Das Schnelltestzentrum Heessen spricht von spürbaren Rückgängen, teils um 50 Prozent gegenüber den Vorwochen. Schulkinder seien aktuell ein nennenswerter Faktor und machten ein Drittel der Testpersonen aus. „Wer weiß, was noch kommt“, hieß es mit Blick auf das Ferienende aus der Heessener Zentrale. Steigende Infektionszahlen wegen der kühlen Jahreszeit oder neue Auflagen für Urlaubsrückkehrer: Vieles sei denkbar.

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