Ein Hammer erlebt in New York, wie sich das Virus ausbreitet

Am Times Square herrscht noch Normalität. Das könnte sich in den kommenden Tagen allerdings ändern. Erste öffentliche Einrichtungen schließen. Der Hammer Jan Homeyer und seine Freundin Kathi gehen mit der Situation gelassen um.
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Am Times Square herrscht noch Normalität. Das könnte sich in den kommenden Tagen allerdings ändern. Erste öffentliche Einrichtungen schließen. Der Hammer Jan Homeyer und seine Freundin Kathi gehen mit der Situation gelassen um.

Während in Deutschland und Europa Schulen und Kitas geschlossen werden und das öffentliche Leben wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 weitgehend zum Erliegen kommt, bereiten sich auch die Vereinigten Staaten auf mehr Fälle vor.

Hamm/New York – Unter anderem gibt es seit Donnerstag einen Einreisestopp für Europäer. Kurz bevor der in Kraft trat, landete der gebürtige Hammer Jan Homeyer am Flughafen in New York. Ob er und seine Freundin Kathi wie geplant am kommenden Donnerstag wieder zurückfliegen können, ist ungewiss.

„Wir leben in München und haben schon Bescheid bekommen, dass natürlich Flüge gestrichen werden, es aber einen Notfallflugplan geben soll“, sagt der 32-Jährige, der in München für RTL II arbeitet. „Da wissen wir aber noch nichts Genaues.“

Das junge Paar ist für einen Urlaub nach „Big Apple“ geflogen und erlebt jetzt, wie sich die USA für die Corona-Pandemie wappnen. „Es schließen viele Museen und Aussichtsplattformen. Broadway-Stücke werden abgesagt“, erklärt Homeyer. Anders als in Hamm dürfte es allerdings schwierig sein, eine so große Stadt zum Stillstand zu bringen. „Die Subway fährt, alle Geschäfte sind geöffnet und die Stadt ist immer noch voller Menschen. Wir waren gestern am Times Square, da war wie immer sehr viel los“, so Homeyer weiter. „Da jetzt aber die ersten öffentlichen Gebäude schließen, könnte sich das in den nächsten Tagen noch hochschaukeln.“

Lieber einmal mehr die Hände waschen

Der 32-Jährige und seine Freundin verfolgen über das Internet die Situation in Deutschland und werden von Freunden auf dem Laufenden gehalten. „Das fühlt sich schon komisch an, aber wir bleiben entspannt und waschen uns lieber ein Mal zu viel die Hände“, sagt der gebürtige Hammer. Trotz Coronavirus steht in den kommenden Tagen erst einmal Sightseeing auf dem Programm: „Wir machen das, was wir uns vorgenommen haben soweit das möglich ist und sind gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.“

Dass Amerikaner Abstand nehmen, wenn sie wissen, dass das junge Paar aus Europa kommt, glaubt Homeyer indes nicht. „Die Offenheit und Freundlichkeit der Leute hier trägt einen großen Teil dazu bei, warum ich so ein großer Fan dieser Stadt bin“, erklärt Homeyer. „Du kommst einfach mit jedem ins Gespräch und lernst sehr schnell Leute kennen. Das wird kein Virus der Welt verändern, denke ich.“

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