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Gefälschte Impfpässe: Paar flüchtet aus Hammer Apotheke

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Von: Frank Lahme

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[Update] Falsche Impfpässe sind offenbar auch zuhauf im Umlauf, obwohl Besitz und Benutzen strafbar sind. Nicht immer kommen die Betrüger damit durch, wie der jüngste Fall aus Hamm zeigt.

Hamm-Süden - Zwei mutmaßliche Impfpassfälscher sind am Freitagvormittag in einer Apotheke an der Werler Straße aufgeflogen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte sich das offenbar aus Iserlohn stammende Paar seine (angeblich erfolgte) Boosterimpfung digitalisieren lassen wollen. Eine Apotheken-Mitarbeiterin roch allerdings das faule Spiel und machte den sauerländischen Eheleuten einen Strich durch die Rechnung. Unter anderem hatte sich die im Impfpass der 1974 und 1971 geborenen mutmaßlichen Betrüger eingetragenen Chargen-Nummer des Impfstoffs nicht zuordnen lassen. Ebenso fehlten Stempel und waren weitere Eintragungen in dem Passdokument verdächtig.

Als die Apotheken-Mitarbeiterin die beiden mit ihren Beobachtungen konfrontierte und ankündigte, nun die Polizei anrufen zu wollen, griffen sich die Sauerländer wutschnaubend ihre Pässe und flüchteten aus der Apotheke. Da die Adressen der beiden aber bekannt und vermutlich auch echt sind – anders würde der Auftritt in der Apotheke keinerlei Sinn ergeben – war die Polizei am Montag optimistisch, die Übeltäter in Kürze überführen zu können. Es handele sich um Deutsche mit russischem Hintergrund, teilte ein Behördensprecher am Montag auf WA-Anfrage mit.

Im Januar wurden in Hamm bislang sechs Passfälschungen der Polizei gemeldet. Im Dezember waren es zehn gewesen. Wer falsche Impfpässe benutzt, macht sich strafbar und muss mindestens mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Auch eine Haftstrafe ist möglich.

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