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Mit Fantasie durch die Pandemie: „Pirates“ und „Wunderland“ prämiert

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Von: Peter Körtling

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Kreative Gastronomen unter sich: die Preisträger in der Kundenhalle der Sparkasse.
Kreative Gastronomen unter sich: die Preisträger und Verantwortlichen in der Kundenhalle der Sparkasse. © Körtling

Für ihre besondere Ausrichtung in der Corona-Zeit sind mehrere Hammer Gastronomen ausgezeichnet worden. Allen voran Karsten Plass und die Macherinnen des „Wunderlands“.

Hamm - Eine ganz besondere Premiere führte am Dienstagabend zahlreiche Hammer Gastronomen sowie Vertreter verschiedener Institutionen zusammen: Erstmals wurde die Preisverleihung des neuen Konzeptwettbewerbs „Rezepte für die Zukunft“ in der Kundenhalle der Sparkasse durchgeführt. Die Wirtschaftsförderung, das Stadtmarketing, die Sparkasse und die Stadt Hamm selbst hatten den Wettbewerb ausgerufen, bei dem Hammer Gastronomen ihre Rezepte für eine gute Zukunft – der Corona-Pandemie zum Trotz – präsentieren konnten. Dabei gab es die Kategorie „Restart“ für bereits etablierte Unternehmen und die Kategorie „Neueröffnung“ für junge Start-Ups.

Karsten Plass, Betreiber der Gaststätte „Pirates“ auf der Südstraße sowie des Biergartens „Anker & Herz“ am Hafen, erhielt den mit 2000 Euro dotierten Preis der Kategorie „Restart“. Als Beste Neugründer wurden Tanja Schreiber und Tanja Prill für ihr Salontheater und Kunst-Café „Wunderland“ in der Martin-Luther-Straße in gleicher Höhe ausgezeichnet. Das „Café9zehn“ von Katja Köckmann auf der Südstraße erhielt den Sonderpreis der Jury über 1000 Euro und die Aufnahme in die Gründergalerie der Wirtschaftsförderung, und das Hardy‘s von Jutta Elbers und Hartmut Weiß in der Oststraße erhielt einen Impulsberatungsgutschein.

„Da waren so viele gute Konzepte dabei, dass ich nicht geglaubt hätte zu gewinnen“, sagte Karsten Plass. Er fühle aber sich und vor allem sein Team im gemeinsamen Engagement bestätigt. Auch Prill war überrascht: „Hier in Hamm ist eine so unglaublich starke Gastro-Szene, da hätte ich nie mit gerechnet“, so Prill. „Das hat uns in unserem Tun noch einmal unglaublich geboostert“, so Schreiber. Köckmann dankte und freute sich vor allem darüber, dass dieser Wettbewerb auch weitergeführt werden soll. Sie habe noch viele Ideen und werde wieder teilnehmen.

„Branche durch diese Pandemie am stärksten betroffen“

Prof. Dr. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hamm, hatte zuvor ausgesprochen, was viele derzeit denken dürften: „Obwohl wir alle gehofft haben, wir hätten es hinter uns, ist die Pandemie nun wieder Thema Nummer eins“, sagte er. Umso bewundernswerter sei die Kreativität, mit der sich die Unternehmer dieser Herausforderung gestellt hätten.

Die Fachexpertin der Jury, Heide Köhler von der HOGA-Betriebsberatung, lobte nicht nur den Wettbewerb als solches, sondern auch die Vielfalt der Hammer Gastronomen-Szene: „Die Preisgelder kommen genau der Branche zugute, die durch diese Pandemie am stärksten betroffen ist. Gut so.“ Mit 16 Teilnehmern sei die Teilnahme an dem Wettbewerb auch größer als erwartet gewesen, und vor allem die Bandbreite habe sie beeindruckt.

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