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Stadt Hamm schränkt Impf-Angebot ein - so geht es mit den Schnelltestzentren weiter

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Von: Cedric Sporkert

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Die Stadt Hamm reagiert auf die deutlich gesunkene Impf-Nachfrage und schränkt die Öffnungszeiten der Impfstation in der Weststraße ein. Die Schnelltestzentren bleiben trotz ebenfalls rückläufiger Zahlen uneingeschränkt geöffnet. Ein Überblick.

Hamm - Ab dem 1. Mai öffnet die Impfstation in der Weststraße 36 nur noch freitags und samstags, jeweils von 10 bis 18 Uhr. „Die Erfahrungswerte der letzten Wochen haben gezeigt, dass aktuell kein Bedarf für ein weitergehendes Impfangebot in der Impfstation besteht“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. (News zum Coronavirus in Hamm, für überregionale Infos hier klicken.)

Nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Impf-Frequenz

Nur 2.536 Impfungen – darunter 128 Erstimpfungen – waren im März in der Weststraße durchgeführt worden. Zahlen für April lagen bislang keine vor. Zur Hochphase am Jahresende 2021 schaffte die Stadt rund 500 Impfungen pro Tag in der Fußgängerzone.

Während der neuen Öffnungszeiten sei weiterhin eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt vor Ort und könne Impfungen bei Kindern ab sechs Jahren vornehmen. Auch Impfungen mit dem Novavax-Impfstoff seien wie bisher nach vorheriger Terminabsprache unter Telefon 0151/65934477 weiterhin möglich. Das geht auch in der Glocken-Apotheke in Bockum-Hövel (0152/03582221).

Bis mindestens Ende Mai bleiben die Testzentren erhalten

Noch immer listet die Stadt 29 Teststellen in ihrer Übersicht im Internet auf, darunter einige Arztpraxen und Apotheken, die Corona-Tests nur als Zusatzangebot durchführen. 15.134 Tests fanden in der vergangenen Woche statt, Mitte Januar waren es über 42 700 gewesen. Dieser Rückgang veranlasst allerdings keinen Betreiber, die Schotten dicht zu machen oder zumindest die Öffnungszeiten zu reduzieren.

„Wir haben bisher keine Abmeldungen oder Ankündigungen aufzugeben von Testzentren erhalten“, sagte Huster. „Wir gehen davon aus, dass die Testzentren-Betreiber erstmal abwarten, was nach dem 31. Mai passieren wird.“ Bis mindestens dahin sei die Finanzierung über die Kassenärztliche Vereinigung per Erlass gesichert. Aktuell erhalten die Betreiber acht Euro pro Person und 3,50 Euro für das Material – also 11,50 Euro pro durchgeführtem Test.

Diese Teststellen haben am 1. Mai geöffnet:

DRK/Bürgerhalle Pelkum Teststelle: 10 bis 16 Uhr

Akademie für Notfallmedizin: 9 bis 15 Uhr

Fast Dienstleistungen: 9 bis 15 Uhr

Schützengesellschaft Berge: 9 bis 16 Uhr

Kreuzkamphalle: 9 bis 16 Uhr

Testcontainer Südstraße: 14 bis 20 Uhr

Schnelltestzentrum DT Hamm (Alte Apotheke): 9 bis 17 Uhr

Lage ändert sich, wenn nur noch Selbstzahler kommen

„Wenn sich nur noch Selbstzahler testen lassen können, ist die Lage natürlich eine komplett andere“, sagt Thomas Johannpeter vom „Aktivita“, der in Hamm insgesamt fünf Probenentnahmestellen betreibt. Die lasse er vorerst auf jeden Fall offen.

Der Zustrom sei im Süden und dem Osten der Stadt größer als im Westen und der Innenstadt. „Viele gehen angesichts der noch immer hohen Zahlen gerne auf Nummer sicher“, erklärt Johannpeter. Nach wie vor kämen auch etliche Menschen mit Symptomen, um Gewissheit mit Blick auf eine mögliche Infektion zu haben. Die Positivquote lag in dieser Woche bei 10,79 Prozent.

Wegen der hohen Trefferquote sei das Testen zuletzt aufwendiger gewesen, so Johannpeter. „Unsere Mitarbeiter mussten sich oft umziehen.“

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