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Hammer Testzentren können wieder im Normalbetrieb arbeiten

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Von: Markus Hanneken

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Das Strohfeuer um die Abrechnung von Corona-Bürgertests in offiziellen Testzentren ist in Berlin endgültig gelöscht worden. Damit können auch in Hamm wieder alle Anbieter weitermachen.

Hamm - Die Aufsehen erregende dreitägige Zwangsschließung fast aller Hammer Corona-Teststellen ist Geschichte: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben am Montagabend ihren Streit über die Abrechnung der sogenannten Bürgertests erwartungsgemäß beilegen können. An den neuen Regeln für die Bürgertests ändere sich nichts.

In Erwartung der Einigung hatten die allermeisten der 23 Hammer Teststellen schon am Montag wieder regulär geöffnet. Stress gab es gleichwohl in einigen Fällen, weil nicht alle Kunden über die neuen Voraussetzungen informiert waren, zudem müssen alle Nutzer nun ein umfangreiches Formular ausfüllen.

Am Mittwoch dürften wieder alle Testzentren in Hamm geöffnet sein - allein die Schnellteststation der Akademie für Notfallmedizin (AfN) an der Römerstraße fehlt noch, dort soll die Entscheidung der Geschäftsführung zufolge erst am Donnerstag fallen. Die Teststelle bei Möbel Höffner ist und bleibt wegen „Sommerpause“ geschlossen.

Abrechnung von Bürgertests: So soll es funktionieren

Die Bürgertests sind seit Ende Juni nur noch für bestimmte Risikogruppen und Anlässe kostenlos. In vielen anderen Fällen wird eine Zuzahlung von drei Euro fällig. Wer Anspruch worauf hat, wurde in der Coronatestverordnung festgelegt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die für die Abrechnung der Tests zuständig ist, hatte die Regeln als zu bürokratisch kritisiert und angekündigt, die Bürgertests künftig nicht mehr abrechnen zu können.

Es sei nun geklärt, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen die neuen Anspruchsvoraussetzungen für Bürgertests nicht prüfen müssten, hieß es von der KBV. Entscheidend sei, dass sie „für Betrugsfälle, denen falsche oder gefälschte Angaben von Getesteten oder Teststellen zugrunde liegen, weder verantwortlich sind noch dafür im Nachhinein verantwortlich gemacht werden“.

Minister Lauterbach teilte mit, die Kassenärztlichen Vereinigungen überprüften weiterhin die Abrechnung: „Auffälligkeiten der Testergebnisse werden aber nachgelagert bewertet.“ Betrug mit Bürgertests dürfe sich nicht mehr lohnen. (mit dpa-Material)

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