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Corona-Sorgen berechtigt? So ist die Gesamtlage in Hamm aktuell

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Von: Frank Lahme

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Seit einer Woche liegt kein Corona-Patient aus Hamm mehr auf der Intensivstation. Böse Überraschungen drohen zudem nicht beim Schulstart in der kommenden Woche. Geht Karl Lauterbach also zu weit mit seinen Plänen? Eine aktuelle Bestandsaufnahme.

Hamm – Mediziner wie der Hammer Chefarzt Dr. Markus Unnewehr fordern ein grundsätzliches Umdenken im Umgang mit dem Coronavirus und das Aussetzen von fürs Kollektiv verordneten Schutzmaßnahmen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hingegen will ab Oktober wieder die Maskenpflicht einführen. Ein Blick auf die aktuelle Lage in Hamm spricht für Unnewehr & Co. und eine entspannte Sichtweise auf das Virus.

Corona in Hamm: die Intensivstationen

Seit nunmehr einer Woche wird kein Patient aus Hamm auf einer der drei hier betriebenen Intensivstationen behandelt. Zuletzt hatte es eine solche Situation vor einem Jahr gegeben. Der große Unterschied zu damals: Die Inzidenz hatte sich 2021 der Null-Linie genähert, lag am 3. August 2021 mit 63 Infizierten bei 20,0. (News zum Coronavirus in Hamm, für überregionale Infos hier klicken.)

Ein Jahr weiter sind Inzidenzwert und Infiziertenzahl ums 20-Fache höher. Am Mittwoch waren es in Hamm offiziell 1281 Infizierte bei einem RKI-Wert von 500,7. Tatsächlich werden diese Zahlen noch deutlich höher liegen. Das Dunkelfeld wird bei Corona nicht erfasst, schon lange wird vermutet, dass ein erheblicher Teil der Infizierten sich nicht mehr beim Gesundheitsamt registrieren lässt.

Trotz der hohen Zahl an Positiv-Fällen wird kaum noch jemand ernsthaft krank. Auch in Hamm nicht. Die nun vorherrschenden Virus-Varianten BA.4 und BA.5 haben, wie die Mediziner seit langem sagen, kaum noch etwas mit der Delta-Variante aus dem Vorjahr gemein.

Corona in Hamm: der Schulstart

Auch mit Blick auf den Schulstart in der kommenden Woche scheinen keine bösen Überraschungen zu drohen. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, sind aktuell 35 Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter infiziert. Zehn Kinder aus Kindertagesstätten sind betroffen. Zum Schulstart wird das Masketragen lediglich empfohlen.

Das Virus wird aktuell jedenfalls deutlich häufiger bei den mittleren Altersklassen nachgewiesen. Auch ältere und hochbetagte Menschen sind seltener betroffen. So waren am Mittwoch 15 Mitarbeiter und elf Bewohner in zwölf Senioreneinrichtungen von Corona betroffen.

Corona in Hamm: die Altersklassen

Auch wenn die Corona-Statistik in Hamm nur noch einen Richtwert-Charakter hat, so könnte die Verteilung nach den Altersklassen doch die Verbreitung des Virus in der Gesellschaft abbilden. Hier die Übersicht über die aktuell 1281 Infizierten:

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