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Mehrere Tausend Betriebsimpfungen in Hamm - und ein gefälschter Impfpass

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Von: Cedric Sporkert

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Westfleisch hat in Bönen ein eigenes Impfzentrum für Mitarbeiter aufgebaut. Viele der Hammer Beschäftigten sind geimpft - und sollen auch geboostert werden.
Westfleisch hat in Bönen ein eigenes Impfzentrum für Mitarbeiter aufgebaut. Viele der Hammer Beschäftigten sind geimpft - und sollen auch geboostert werden. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

In den zurückliegenden drei Wochen sind in Hamm bekanntlich rund 45.000 Impfungen durch die Stadt und die niedergelassenen Ärzte durchgeführt worden – 36.000 davon waren Booster. Nicht mitgezählt sind unter anderem Betriebsimpfungen, die nicht zentral erfasst werden.

Hamm – Etliche Firmen haben zuletzt aber wieder Angebote geschaffen. Wie viele genau, ist unklar. Große und kleine Firmen beteiligen sich quer durch alle Branchen. Fest steht: Schon in den vergangenen Monaten und Wochen wurden durch die Betriebe mehrere Tausend Impfungen durchgeführt. Viele weitere werden folgen. Ein Überblick über die Situation bei einigen der größten Firmen der Stadt. (News zum Coronavirus in Hamm)

Stadt Hamm: 800 Mitarbeiter stehen auf der Liste

Die Verwaltung ist mit rund 2.700 Mitarbeitern das größte Unternehmen der Stadt. Wie in der ersten Impfrunde seien auch für die Auffrischung Abfragen gestartet worden, sagte ein Sprecher. Auf einer Liste hätten sich rund 800 Mitarbeiter der Stadt und ihrer Töchter mit Ausnahme der Sparkasse eingetragen.

Im Dezember finden insgesamt vier Impftermine statt. Je nach Bedarf würden die Betriebsärzte auch im Januar boostern. Erfahrungen zeigten aber, dass sich viele Mitarbeiter vorzeitig extern impfen lassen.

Krankenhäuser: Gute Bilanz beim Boostern

Seit mehreren Wochen werden am St.-Marien-Hospital regelmäßig Booster-Termine angeboten. „Etwa 300 Mitarbeiter können wir im Moment an einem Impftag aus eigenen Ressourcen heraus durch zwei Impfstraßen schleusen“, sagte eine Sprecherin. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende alle Kollegen durchgeboostert haben, die das wollen.“ Über 1.300 Menschen sind für das Krankenhaus tätig.

An der St.-Barbara-Klinik kann jeder Mitarbeiter seinen Termin für die Impf-Freitage online buchen. Mindestens 400 Mitarbeiter seien schon extern geboostert worden, über 600 durch das eigene Team. Zweimal geimpft seien 92 Prozent, geboostert mindestens 72 Prozent. Über 1.200 Mitarbeiter arbeiten für das Krankenhaus, zu dem auch das St. Josef in Bockum-Hövel gehört.

Täglich können sich die rund 1.500 Mitarbeiter des EVK in zwei Praxen des angeschlossenen MVZ impfen lassen. Weil diese Termine kurzfristig organisiert werden, sei es schwierig, konkrete Zahlen zu nennen, teilte eine Sprecherin mit. Sicher sei, dass mehrere Hundert Mitarbeiter geboostert wurden.

Industrie: Einblick bei Hella, Westfleisch und WDI

Bei Hella beginnen in dieser Woche die Betriebsimpfungen für rund 1.400 Beschäftigten. Zunächst können am Standort Hamm rund 50 Mitarbeiter geimpft werden. Weitere Termine sind für Anfang 2022 geplant. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit etwa 300 Impfungen. Die Impfquote im Werk liege aktuell bei etwa 80 Prozent.

Für die Westfleisch-Mitarbeiter wurde im Sommer ein Impfzentrum in Bönen eingerichtet. Die dort erreichte Quote von knapp 70 Prozent sei mit einer Impfkampagne auf über 80 Prozent angehoben worden. Die Impfquote im Fleischcenter Hamm (rund 800 Mitarbeiter) liege mittlerweile bei 94 Prozent. In allen Betriebsstätten seien Betriebsärzte vor Ort und stünden jederzeit zur Verfügung. „Zudem erhalten alle Beschäftigten zeitnah ein Angebot zur Booster-Impfung“, teilte Westfleisch mit.

Bei der WDI wird ab dem 20. Dezember im Werksarztzentrum geboostert. Die Impfstraße werde in ungenutzten Büroräumen an der Wilhelmstraße aufgebaut. Über 90 Prozent seien geimpft. „Das ist im Vergleich zu anderen Standorten sehr viel. Rothenburg kommt auf etwa ein Drittel Ungeimpfte“, heißt es in einer Mitteilung. Am Standort Hamm arbeiten rund 400 Menschen. Insgesamt sind es bei der WDI 1.400. Die Einführung von 3G habe für deutlich mehr Impfungen gesorgt. Es habe einen Fall eines gefälschten Impfpasses gegeben.

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