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Corona: Durchseuchungsrate in Hamm jetzt bei über 25 Prozent

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Von: Frank Lahme

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Corona-Schnelltest dpa
Es bleibt dabei: Das Testen ist ein Bestandteil des Alltags vieler großer und kleiner Bürger in Hamm.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

Wie erwartet ist die 25-Prozent-Hürde übersprungen worden: Jeder vierte Hammer hat oder hatte bis Dienstag eine Corona-Infektion durchgemacht.

Hamm - Mit 4606 aktuell Infizierten, 40.118 Genesenen und 275 Todesfällen lag die Corona-Durchseuchungsrate in Hamm am Dienstag bei 25,14 Prozent. Insgesamt stagniert das Infektionsgeschehen in der Stadt seit mehreren Tagen auf relativ hohem Niveau. (News zum Coronavirus in Hamm, für überregionale Infos hier klicken.)

Gravierende Folgen sind nicht erkennbar. Aus Krankenhauskreisen heißt es, dass sich die Corona-Behandlung nun mehr und mehr der von Erkältungskrankheiten annähere. Auch gefährdete Personengruppen würden eine Infektion in der Regel gut überstehen. Problematisch sei aber die Belastung in den Kliniken durch die vielen Personalausfälle.

42 Personen aus Hamm wurden am Dienstag stationär im Krankenhaus behandelt – 14 weniger als am Montag. Lediglich drei Personen aus Hamm lagen mit oder wegen Corona auf einer Intensivstation.

Der Inzidenzwert lag am Dienstag mit 1383,5 um 274,3 Fälle pro 100.000 Einwohnern unter dem vom Dienstag vor einer Woche. Hamm lag damit deutlich unter dem Bundesschnitt und ziemlich exakt auf Landesniveau. Die Entwicklung berge derzeit „keine große Dramatik“ in sich, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter im Nachgang zur dienstäglichen Sitzung des Coronakrisenstabes. Diese Sitzungen würden in Zukunft „im Gleichschritt mit der Bezirksregierung“ nur noch 14-tägig abgehalten.

Corona in Hamm: Schulen, Altenheime

In den „sensiblen“ Einrichtungen scheint sich die Lage ebenfalls zu entspannen. Drei Seniorenheime hätten aktuell mehr als zehn Coronafälle, die Spitze liege bei einem Heim mit mehr als 25 Betroffenen. 15 Schulen hätten aktuell mehr als zehn Coronafälle, lediglich eine Kita in der Stadt habe mehr als zehn Corona-infizierte Kinder, hieß es aus dem Rathaus.

Unter den Ukraine-Flüchtlingen sei Corona bislang überhaupt kein Problem. Lediglich drei Flüchtlinge seien positiv getestet worden.

Corona in Hamm: Impfpflicht

50 Gesundheitsbetriebe hatten sich zum Wochenbeginn bei der Stadt wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht gemeldet und angegeben, dass sie insgesamt 100 nichtgeimpfte Kräfte in ihren Reihen hätten. Im Lauf der Woche sei diese Zahl deutlich angestiegen, hieß es am Dienstag aus dem Rathaus.

Genaue Zahlen wurden nicht kommuniziert. Das soll am Freitag geschehen, wenn die Meldefrist abgelaufen sei und das Bild damit komplett sei. Die digitalen Meldesysteme der Stadt funktionierten gut, hieß es lediglich.

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