1. wa.de
  2. Hamm
  3. Coronavirus in Hamm

Corona in Hamm: Die meisten geimpften Infizierten sind länger als sechs Monate immunisiert

Erstellt:

Von: Cedric Sporkert

Kommentare

In Hamm werden pro Tag mittlerweile Hunderte Personen „geboostert“.
In Hamm werden pro Tag mittlerweile Hunderte Personen „geboostert“. © Christian Charisius/dpa

Im Wochenvergleich hat die Zahl der Corona-Infektionen deutlich zugenommen. Die Stadt Hamm veröffentlichte interessante Zahlen dazu, wie lange die Impfung bei den eigentlich immunisierten Infizierten zurückliegt. Und die sind ein Argument fürs Boostern.

Hamm - In der Woche vom 15. bis 21. November gab es in Hamm 467 Neuinfektionen. Das entspricht einer Zunahme von über 40 Prozent (+202). Mit 314 wurde ein Großteil der Neuinfektionen im ersten Schritt keiner Infektionskette klar zugeordnet. Im Nachhinein klappte das noch für 55 Fälle. Die Aufklärungsquote lag damit bei 45 Prozent (+3 Prozent). (News zum Coronavirus in Hamm)

Der Familien- und Bekanntenkreis war mit 41 Prozent nach wie vor und wenig überraschend Hauptansteckungsort. Drei Prozent der Infektionen gingen auf das Konto von Reiserückkehrern, ein Prozent steckte sich am Arbeitsplatz an.

Mehr als die Hälfte der Infizierten ist vollständig geimpft gewesen

Von den 467 Neuinfizierten der vergangenen Woche sind 56,2 Prozent vollständig geimpft gewesen. Der Anteil hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert - obwohl noch einmal mehrere Tausend Hammer mehr geimpft worden sind. Hinweis: die Auffrischungsimpfungen sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

3,4 Prozent der Infizierten hatten die 1. beziehungsweise 2. Impfung aber noch keinen Vollschutz. 41,4 Prozent sind ungeimpft infiziert worden.

Von den derzeit akut Infizierten, die bereits vollständig geimpft sind, haben 61,7 Prozent der Betroffenen ihre zweite Impfung vor sechs Monaten oder länger erhalten. 17,4 Prozent haben sie vor fünf Monaten oder länger erhalten, 9,7 Prozent vor vier Monaten oder länger und 11,1 Prozent vor drei Monaten oder länger.

Schulen, Kitas, Heime: Mehr Einrichtungen betroffen

Derzeit sind 173 Schülerinnen und Schüler infiziert - fast ein Drittel mehr als vor einer Woche (+55). Es befinden sich darüber hinaus zurzeit 383 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne (+159). Mit 46 sind auch mehr Schulen betroffen (+4).

Betroffen sind ...

die Alfred-Delp-Schule, die Schule am Adelwald, die Anne-Frank-Schule, die Arnold-Freymuth-Schule, das Beisenkamp Gymnasium, die Bodelschwinghschule, das Eduard-Spranger-Berufskolleg, das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, die Erich-Kästner-Schule, die Erlenbachschule, die Freie Waldorfschule, die Freiligrathschule, die Friedensschule, die Friedrich-Ebert-Realschule, das Friedrich-List-Berufskolleg, das Galilei-Gymnasium, die Gebrüder-Grimm-Schule, das Gymnasium Hammonense, die Hermann-Gmeiner-Schule, die Jahnschule, die Johannesschule, die Josefschule, die Kappenbuschschule, die Karlschule, die Kettelerschule, die Konrad-Adenauer-Realschule, die Lessingschule, die Ludgerischule, das Märkische Gymnasium, die Mark-Twain-Schule, die Martin-Luther-Schule, die Maximilianschule, die Overbergschule, die Realschule Bockum-Hövel, die Realschule Heessen, die Realschule Mark, die Schillerschule, die Schule im Grünen Winkel, die Schule im Heithof (LWL), die Selmigerheideschule, die Sophie-Scholl-Gesamtschule, das St. Franziskus Berufskolleg, die Stephanusschule, die Talschule, die Theodor-Heuss-Schule und die Wilhelm-Busch-Schule.

In 14 Kitas (+6) und zwei Großtagespflegen gibt es aktuell Corona-Fälle. 20 Kinder (+11) und sieben Erzieherinnen (+4) sind infiziert - was mehr als einer Verdopplung entspricht.

Betroffen sind...

die Kita Don Bosco, die Kita Abraham, die Kita St. Ida, die Kita Sterntaler, die Großtagespflege Kleine Entdecker, die Großtagespflege Kleine Strolche, die kath. Kita Hl. Kreuz, die Kita Herz Jesu, die kath. Kita Maria Königin, Kita Blauland, Kita Gellerthaus, Kita Jacobs-Brunnen, die Kita Jakobus, die Kita St. Marien (Hirgensort), Kita St. Elisabeth und die Kita Schwalbennest.

In den Seniorenheimen gibt es aktuell 13 infizierte Mitarbeiter (+6) und zwei positiv getestete Bewohner. Bei Letzteren könnte sich der Booster-Effekt bemerkbar machen, geht die Zahl doch im Vergleich zur Vorwoche als einzige zurück (-3). Zehn Häuser sind betroffen (+2).

Anteilig am meisten Corona-Infizierte bei den Jüngeren

Bis auf die Gruppe der über 90-Jährigen gibt es durch die massive Zunahme der Fälle auch in allen Altersklassen mehr Fälle. Den größten Zuwachs gab es bei den 10- bis 19-Jährigen (+47). Diese Gruppe, die von den Schülern dominiert wird, stellt mit 116 auch die meisten Infizierten.

Mit gut 37 Prozent sind immer noch ein Drittel aller Infizierten unter 30 Jahre alt. Ihr Anteil lag in der vergangenen Woche indes bei 57 Prozent. Über 60 sind nur rund 20 Prozent der Infizierten. Den mittleren Altersgruppen gehören zwar 41,5 Prozent der Infizierten an - deren Anteil an der Gesamtbevölkerung ist aber weitaus höher als der der unter 30-Jährigen. Deren Quote in der Altersgruppe ist also faktisch höher.

Hier die detaillierte Altersstruktur der 747 Infizierten in Hamm am Mittwoch.

AltersgruppeInfizierteEntwicklung
0 bis 9 Jahre70+14
10 bis 19 Jahre116+47
20 bis 29 Jahre95+19
30 bis 39 Jahre111+42
40 bis 49 Jahre97+42
50 bis 59 Jahre102+27
60 bis 69 Jahre83+40
70 bis 79 Jahre42+23
80 bis 89 Jahre29+10
über 90 Jahre2+/-0

Auch interessant

Kommentare