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Corona: Impfnachfrage in Hamm eindrucksvoll eingebrochen

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Von: Cedric Sporkert

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Ein Arzt füllt einen Impfpass nach einer Corona-Impfung aus.
Ein Arzt füllt einen Impfpass nach einer Corona-Impfung aus. © Martin Schutt/dpa (Symbolbild)

Der Großteil der Hammer hat es längst getan, immer weniger tun es noch: Die Rede ist vom Impfen gegen Corona. In den vergangenen Wochen sind die Impfzahlen in Hamm weiter eingebrochen. Ein Überblick.

Hamm – Noch 10.477 Personen wurden in Hamm im März gegen Corona geimpft. Diese Zahl wurde in der Hochphase der Impfkampagne teilweise pro Woche erreicht. 341 Erstimpfungen wurden verabreicht (davon 141 Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren), 861 Zweit-Impfungen und immerhin noch 3081 Booster-Impfungen. 6194 Viertimpfungen machen den größten Anteil aus. (News zum Coronavirus in Hamm, für überregionale Infos hier klicken.)

Von den 10.477 Impfungen wurde nicht einmal ein Viertel in der Impfstation in der Weststraße verimpft. Unter den dort verabreichten 2536 Dosen waren 128 Erstimpfungen, 392 Zweitimpfungen, 1 194 Booster und 822 Viertimpfungen. Die Bilanz wird ein bisschen durch insgesamt 767 Impfungen an den durch die Stadt beauftragten Impfstellen auf Gut Kump und in Bockum-Hövel aufgebessert.

Der Großteil der Impfungen (7174) fand bei niedergelassenen Ärzten statt. Aber auch in den Praxen der Hausärzten sinkt die Nachfrage. Das legen zumindest die Impfzahlen nahe, die zuletzt von der Kassenärztlichen Vereinigung am Montag veröffentlicht wurden. Demnach sind seit dem 4. April bei den niedergelassenen Ärzten in Hamm bloß noch 2608 Impfungen gesetzt worden – 2123 davon waren Viertimpfungen. Die Stadt konnte noch keine Zahlen für April nennen.

Stolze Gesamtzahlen bei Impfungen

Dass die Nachfrage nach Corona-Impfungen mit Ausnahme des zweiten Boosters, der aktuell nur für Menschen über 70, Immungeschwächte und Beschäftigten im Gesundheitswesen empfohlen wird, eingebrochen ist, ist auch deshalb nicht verwunderlich, weil die allermeisten Impfwillige in Hamm bereits versorgt sein dürften.

Allein im Impfzentrum an der Friedensschule waren innerhalb von 234 Tagen 122.699 Impfungen gesetzt worden, seit dem 1. Oktober kamen nach Stadtangaben noch einmal mindestens 149.697 Impfungen über die verschiedenen Angebote hinzu. Experten gehen davon aus, dass auf diese Zahl noch ein Aufschlag von rund fünf Prozent angerechnet werden muss, weil Sonderimpfaktionen und Betriebsimpfungen nicht berücksichtigt sind.

Macht also seit Beginn der Pandemie rund 280.000 Impfungen, die in Hamm gesetzt wurden. „Das ist wirklich sehr, sehr viel“, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter am Dienstag.

(Teil-) Immunisierung nach Infektion

Hinzu kommt, dass angesichts der hohen Infektionszahlen der vergangenen Monate viele Hammer mittlerweile auch über eine (Teil-) Immunisierung nach einer Infektion verfügen dürften. Über 50.000 Infektionen wurden seit Beginn der Pandemie in Hamm bekannt – 33.928 allein seit Jahresbeginn. Die Dunkelziffer ist natürlich nicht eingerechnet.

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