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Beerdigung in Hamm läuft aus Ruder - Corona-Regeln missachtet

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Von: Frank Lahme

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© picture alliance / dpa (Symbolbild)

Ein türkische Beerdigung auf dem Parkfriedhof in Herringen ist offenbar aus dem Ruder gelaufen. Statt der erlaubten maximal 10 Teilnehmer versammelten sich bei der Zeremonie etwa 40 Trauernde.

Hamm – Andere Friedhofsbesucher bekamen diesen Vorgang, der bereits am Mittwoch passierte, anscheinend mit und machten Fotos von der Menschenansammlung. Die Bilder wurden dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) übermittelt, welcher daraufhin Ermittlungen einleitete. Ärger droht nun insbesondere dem Bestatter, der die Veranstaltung organisiert hatte.

Der Unternehmer stammt nicht aus Hamm, sondern aus einer Stadt im Ruhrgebiet. Mit dem sonst üblichen Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro wird dieser vermutlich nicht davonkommen. „Wir haben gegen ihn eine Strafanzeige erstattet“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Zwar tue es ihm in der Seele weh, dass Trauergemeinden sich nur noch eingeschränkt von Verstorbenen verabschieden könnten, andererseits müsse sich in dieser Zeit aber jeder an die Auflagen halten und Ausnahmen dürften nicht zugelassen werden.

Aus Sicht der Stadtverwaltung hätte der Bestatter die Familie darauf hinweisen müssen, dass nur zehn Teilnehmer bei der Beisetzung anwesend sein dürften. Der Unternehmer habe sich damit nach dem Infektionsschutzgesetz strafbar gemacht.

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