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Stadt Hamm benachrichtigt Corona-Infizierte bald per SMS

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Von: Cedric Sporkert

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Bei der Kommunikation mit Infizierten setzte die Stadt bis zuletzt hauptsächlich auf Telefonate.
Bei der Kommunikation mit Infizierten setzte die Stadt bis zuletzt hauptsächlich auf Telefonate. © Andreas Rother (Archiv)

Die Stadt Hamm stellt ihre Kommunikation bei der Benachrichtigung von Corona-Infizierten um. Auch bei den Impf-Angeboten gibt es Änderungen.

Hamm - Die Nachverfolgung klappe in Hamm angesichts der vielen Infizierten und Kontaktpersonen nicht mehr so wie in den vergangenen Wochen und Monaten. „Sie war aber noch nie einfach“, betonte Oberbürgermeister Marc Herter am Montag. Um die Mitarbeiter in der Kontaktverfolgung zu entlasten, wird die Stadt künftig Infizierte per SMS oder E-Mail darüber informieren, dass der PCR-Test ein positives Resultat hatte. Bislang war das telefonisch erfolgt. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Informationen möglichst tagesaktuell

„Wir wollen so sicherstellen, dass alle Betroffenen weiterhin tagesaktuell erreicht werden“, sagte Herter. In anderen Kommunen sei das teilweise nicht mehr der Fall. „Bei uns soll jeder tagesaktuelle Informationen bekommen - allein, weil damit auch die Quarantäne verbunden ist“, so Herter. Durch die neue Quarantäne-Verordnung seien die Betroffenen in die Pflicht genommen worden, sich im Falle einer Ansteckung selbstständig in Quarantäne zu begeben. „Das wollen wir über diesen Weg praktisch realisierbar machen“, erklärte der OB.

Adressiert würden die Nachrichten der Stadt über den Kontaktweg, der beim Testen hinterlegt wurde. Das könne neben der Handynummer oder der E-Mail-Adresse auch nach wie vor eine Festnetznummer sein. „Dann rufen wir selbstverständlich weiterhin an“, sagte Herter. Wann die Umstellung erfolge, sei noch nicht abschließend geklärt. Aktuell laufe ein Testlauf für die weitgehend automatisierten Nachrichten.

Corona-Hotline weiterhin stark ausgelastet

Die Corona-Hotline der Stadt ist darüber hinaus weiterhin stark ausgelastet. Dort gehen aktuell mehrere Hundert Anrufe pro Tag ein, nachdem die Corona-Regeln mit Blick auf das Impfen, die Quarantäne und die Zugangsbeschränkungen zu weiten Teilen des öffentlichen Lebens zuletzt in enger Folge immer wieder neu geregelt wurden.

„Der eine oder andere fragt intensiv bei der Corona-Hotline an, wie er die Quarantäne-Zeiten nachweisen kann“, erklärte Herter. Das sei unter anderem wichtig für Lohnfortzahlungen. Hierzu sagte der OB: „Es gilt immer der entsprechende Ausdruck des positiven PCR-Tests.“ Es bedürfe keiner expliziten Quarantäne-Anordnung der Stadt für den auszufüllenden Antrag. „Das ist sicherlich auch der Teil, mit dem wir uns aktuell am wenigsten beschäftigen: mit dem Ausstellen von zusätzlichen Dokumenten“, so Herter.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Corona-Teams hätten mit der Bearbeitung komplizierterer Fälle, der Betreuung der Infizierten und den verbliebenen Aufgaben bei der Kontaktverfolgung ohnehin alle Hände voll zu tun. Einfache Nachfragen wie „Wann kommt mein Testergebnis?“ sollten daher nicht an die Corona-Hotline gerichtet werden. „Ich versichere: Nichts bleibt liegen, nichts bleibt zurück. Wir brauchen jetzt aber alle Kapazitäten für die anderen Aufgaben“, so Herter.

Impfen im Quartier wird eingestellt - Mobil mit Schwerpunkten

Mit Blick auf die neuen Impfstellen auf Gut Kump und des DRK in der Bürgerhalle Pelkum wird die Stadt auch bei der Impf-Infrastruktur Anpassungen vornehmen. Demnach werde das Impfen im Quartier ab kommender Woche Dienstag eingestellt. Weil die Versorgungslage im Süden und im Westen der Stadt - und nicht zuletzt in der Stadtmitte durch die Impfstation in der Weststraße - gut sei, werde das Impfmobil künftig verstärkt Standorte im Norden und Osten der Stadt anfahren.

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