Probenentnahme

Corona in Hamm: Stadt setzt weiter auf PCR-Tests - Schnelltests „nicht so sicher“

Bei der Auswertung der Proben kommen in Hamm weiter PCR-Tests zum Einsatz
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Bei der Auswertung der Proben kommen in Hamm weiter PCR-Tests zum Einsatz

Weil sie im Ergebnis nicht so genau und damit aussagekräftig sind, setzt die Stadt bei der Ermittlung neuer Corona-Fälle nicht ausschließlich auf die deutlich praktischeren Schnelltests.

Hamm – Am Montag berichtete der WA über den Fall einer Hammerin, deren Corona-Schnelltest negativ ausfiel und die dann durch einen PCR-Test doch positiv auf das Virus getestet wurde – obwohl die Proben für beide Tests gleichzeitig genommen wurden. Dieser Fall zeigte: Schnelltests sind also keineswegs verlässliche Indikatoren, um ausschließen zu können, das Virus in sich zu tragen. (News zum Coronavirus in Hamm.)

Coronavirus in Hamm: Mehrfach unterschiedliche Ergebnisse

Das bestätigt nun auch die Stadt. In weitere Einzelfällen sei es ebenfalls vorgekommen, dass Schnelltests negativ waren und der anschließende PCR-Test positiv. Auch umgekehrte Ergebnisse - also ein positiver Schnelltest und negativer PCR-Test - gab es. „Das ist auch bei der Masse an Tests, die jetzt und in den kommenden Wochen durchgeführt werden, grundsätzlich nicht zu vermeiden, da die Schnelltests eine geringere Sicherheit haben als PCR-Tests“, erklärte Stadtsprecher Lukas Huster dazu.

„Auch in den Senioreneinrichtungen bieten sie keine hundertprozentige Sicherheit.“ Schnelltests seien deshalb kein Ersatz für PCR-Tests sondern eine zusätzliche Maßnahme. „Deshalb gilt auch, dass Schnelltests grundsätzlich für asymptomatische Personen eingesetzt werden sollen und nicht bei symptomatischen“, so Huster.

Schnelltests weisen im Gegensatz zu PCR-Tests kein Erbmaterial nach, sondern Virusproteine. Das Probenmaterial aus dem Rachenraum wird in eine Flüssigkeit gegeben, um die Proteine zu lösen. Dann werden wenige Tropfen in ein Testkit gegeben. Das Ergebnis liegt nach rund 15 Minuten vor.

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