Keine Eisfläche, keine Buden

Kein Spiel mit dem Feuer: Stadt Hamm sagt Weihnachtsmarkt ab - Schausteller hart getroffen

Der Weihnachtsmarkt zieht Jahr für Jahr Tausende Hammer an die Pauluskirche.
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Der Weihnachtsmarkt zieht Jahr für Jahr Tausende Hammer an die Pauluskirche.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Stadt Hamm wegen der steigenden Corona-Fallzahlen und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens den Weihnachtsmarkt für dieses Jahr abgesagt. Das trifft neben den vielen Besuchern vor allem die Schausteller hart.

Hamm - Auch in Hamm wird der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Amtsnachfolger Marc Herter hätten diese Entscheidung gemeinsam getroffen und den Weihnachtsmarkt an der Pauluskirche am Donnerstag abgesagt, hieß es in einer Mitteilung.

Nicht möglich, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt durchzuführen

Die landesweit stark steigenden Infektionszahlen sowie die von Bund und Ländern angekündigten weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens hätten diesen Entschluss unausweichlich gemacht. „Wir sind uns einig, dass es in der aktuellen Situation keine Möglichkeit gibt, einen angemessenen, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt durchzuführen“, sagte Thomas Hunsteger-Petermann.

„Jetzt noch den Weihnachtsmarkt auszurichten, wäre ein fatales Signal gewesen: Wir alle müssen unsere Kontakte in den kommenden Wochen auf das absolut notwendige Maß beschränken. Deshalb ist diese frühzeitige Absage nur fair gegenüber den Menschen in Hamm und auch gegenüber den Betreibern“, betonte Marc Herter. Die Stadt Hamm handelt damit ähnlich wie viele andere NRW-Städte - nach und nach werden aufgrund der Situation immer mehr Weihnachtsmärkte abgesagt. Ebenfalls am Donnerstag, 29. Oktober, fiel die Entscheidung in Dortmund.

Trotzdem weihnachtliche Atmosphäre in der Innenstadt?

Anstelle des Weihnachtsmarktes sollen gemeinsam mit den Schaustellern und Händlern andere Möglichkeiten entwickelt werden, eine weihnachtliche Atmosphäre in die Hammer Innenstadt zu bringen. „Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir zumindest kleine weihnachtliche Akzente in der Innenstadt setzen.“ Wie genau das ausgestaltet werden kann, werde auf die neuen Corona-Regeln des Landes auszurichten sein, so Herter.

Uwe Röhrig, Vorsitzender des Schaustellerverband Hamm, zeigte Verständnis für die Absage: „Für uns ist das dennoch eine sehr harte Entscheidung. Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann.“ Da in diesem Jahr schon alle Volksfeste wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, wäre der Weihnachtsmarkt ein kleiner Lichtblick für die Schausteller gewesen. „Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sind sehr schlimm für unseren ganzen Berufsstand. Uns ist die wirtschaftliche Basis komplett weggebrochen“, erklärt Röhrig.

Schausteller auch bereit für kurzfristiges Angebot

Sollte sich die Lage bis Ende November so entspannt haben, dass im Dezember doch ein wie auch immer gestalteter Weihnachtsmarkt möglich ist, seien die Händler flexibel genug und gerne bereit, kurzfristig ein entsprechendes Angebot zu machen. „Es ist ja auch das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, sich in der Adventszeit auf das bevorstehende hohe Fest einzustimmen“, so Röhrig. „Ich bin froh, dass uns die Stadt Hamm für den Fall bereits Unterstützung zugesagt hat.“

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