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Coronavirus in Hamm: Mehr Neuinfektionen - Februar-Bilanz zeigt eindeutige Entwicklung

Corona-Kontrollen am Flughafen München
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In Hamm wurden allein von Montag auf Dienstag von der Stadt 75 Menschen auf das Coronavirus getestet (Symbolbild).

Während tagesaktuell die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt, gibt die Februar-Bilanz der Stadt Hamm Grund zu Hoffnung.

Hamm - 18 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden beim Gesundheitsamt der Stadt Hamm bis Dienstagmittag bekannt. Das waren zwölf mehr als am Montag. Die Zahl der akut Infizierten sank dennoch leicht auf 258 (-1). 122 der Betroffenen sind weiblich, 136 männlich. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tage) stieg dagegen um fünf Punkte auf 87,8. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: 10 Infektionen am Arbeitsplatz

Lediglich eine Infektion ereignete sich nach Stadt-Angaben im Familien- und Bekanntenkreis - gleich zehn allerdings am Arbeitsplatz. Keiner der Betroffenen war zuvor bereits in Quarantäne. Bei sieben weiteren Infektionen war der Ursprung noch unklar. Hier waren zwei Personen schon in Quarantäne, als sie ihr positives Testergebnis erhielten.

Stationär im Krankenhaus behandelt wurden am Dienstagmittag 19 Covid-19-Patienten aus Hamm (+1), vier von ihnen lagen auf der Intensivstation (-2). Bei den Betroffenen handelt es sich um eine Frau über 40, einen Mann über 60 und zwei Männer jenseits der 70. Die hier genannten Zahlen für die Intensivstationen betreffen nur Personen aus Hamm, die Gesamtzahl der in Hamm Behandelten dürfte höher liegen.

Als Genesene gelten in Hamm inzwischen 6.359 Personen (+19), 3.391 von ihnen sind weiblich, 2.968 männlich. Mit 980 müssen noch einmal 64 Menschen mehr in Quarantäne ausharren als am Vortag. 28.010 Personen wurden aus der häuslichen Isolation mittlerweile wieder entlassen (+26). 29.023 Proben sind an den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen worden (+75). Über Hausärzte und Schnelltests kommen jedoch viele hinzu.

Corona in Hamm: Infektionszahl sinkt im Februar deutlich

Bei der Analyse der Monatszahlen des Februar für Hamm ist zumindest bei den Zahlen der akut Infizierten eine klar positive Entwicklung auszumachen. Das betonte Oberbürgermeister Marc Herter bei einer digitalen Presserunde am Dienstagvormittag.

Waren Ende Januar noch 291 Hammer gleichzeitig mit dem Coronavirus infiziert, sind es tagesaktuell noch 258. Der niedrigste Wert im Februar wurde mit 215 jeweils am 12. und 16. Februar erreicht, nachdem der zwischenzeitliche Wintereinbruch die Auswertung von Tests behinderte.

Größere Ausschläge in der Statistik gab es infolge der großen Reihentestung zur Eindämmung der britischen Corona-Variante vor rund zwei Wochen und nach dem Ausbruch des Virus in der St.-Bonifatius-Kita in Werries in der vergangenen Woche. Dort sei das Geschehen erstmals in einem solchen Fall auf Übertragungen innerhalb der Einrichtung zurückzuführen, hieß es in der Konferenz. Ansonsten seien aktuelle Corona-Fälle in Kitas und Schulen auf Einzelfälle beschränkt, in denen die Ansteckung außerhalb stattgefunden hat.

Corona in Hamm: RKI-Wert schwankt teilweise deutlich

Der RKI-Inzidenzwert ist weiterhin enormen Schwankungen unterlegen und dient ganz im Gegensatz zur Auffassung von Bundeskanzlerin Angela Merkel wohl nicht als klarer Indikator für Öffnungen oder andere Lockerungen. Trotz der allgemein positiven Tendenz liegt der Wert nach wie vor bei über 80, nachdem er Ende Januar bei 97,8 lag. Der zwischenzeitlich niedrigste Wert wurde mit 59,5 am 13. Februar erreicht.

Bei den Hochbetagten und Seniorenheimen sei mittlerweile ein Impfeffekt zu erkennen. In den Einrichtungen gebe es kein Ausbruchsgeschehen mehr, das über Einzelfälle hinausgeht. Der Altersdurchschnitt aller aktuell Infizierten liegt zudem unter 40. 

Corona in Hamm: Mutante in einem Viertel der Fälle nachgewiesen

Herter betonte, dass die guten Zahlen ein wenig verschleiern würden, dass das allgemeine Infektionsgeschehen in der zweiten Monatshälfte in Hamm leicht angestiegen sei. Als Ursache dafür sieht der OB das vermehrte Auftreten der britischen Mutation, die inzwischen bei gut einem Viertel aller Hammer Fälle nachgewiesen wird. 

„Wir sind zwar zweit entfernt von den Zahlen des Herbsts und des Winters, müssen aber aufpassen, dass wir die Erfolge vom Jahresanfang nicht aufs Spiel setzen“, sagte Herter. Auch, wenn mittlerweile bei jedem - auch bei ihm - die Sehnsucht nach Normalität „fast unendlich groß“ sei, müssten die Abstands-, Hygiene- und Kontaktregeln weiter mit großer Disziplin befolgt werden, damit die Corona-Pandemie keine „Never-Ending-Story“ werde.

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