Vor Berufskolleg

Maske verweigert: Rangelei zwischen Schülern und Ordnungsamtskräften - eine Person leicht verletzt

Am Vorsterhauser Weg sind unweit der beiden Berufskollegs dort täglich Hunderte Schüler unterwegs.
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Am Vorheider Weg sind unweit der beiden Berufskollegs dort täglich Hunderte Schüler unterwegs.

Am Mittwoch kam es im Hammer Westen zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen erwachsenen oder fast erwachsenen Schülern und Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes. Der Grund: Die Schüler weigerten sich, eine Maske aufzusetzen.

Hamm - Der KOD war am Vorheider Weg mit fünf uniformierten Kräften unterwegs, um am ersten Tag nach Inkrafttreten der neuen, von der Stadt verfügten Corona-Regeln die Maskenpflicht in der Nähe der Schulen durchzusetzen. Das berichtet Stadtsprecher Detlef Burrichter. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Bevölkerung179.397 (2016)
Fläche226,3 km²

Maske verweigert: Rangelei zwischen Schülern und Ordnungsamtskräften - eine Person leicht verletzt

Im 150-Meter-Umkreis um die weiterführenden Schulen gilt während der Unterrichtszeiten (7 bis 18 Uhr) seit Mittwoch eine Maskenpflicht. Insbesondere vor den Berufskollegs in Hamm hatte es zuletzt immer wieder größere Schüler-Ansammlungen gegeben, die sich nicht an Abstände und Kontaktbeschränkungen hielten. Diesem Umstand sollte mit der neuen Regelung eigentlich Einhalt geboten werden.

Die Maskenpflicht scheint sich aber noch nicht bei allen Heranwachsenden herumgesprochen zu haben. Teilweise sei den Mitarbeitern des KOD mit einer aggressiven Grundhaltung begegnet worden. Von den angesprochenen Personen sei wenig Einsicht gezeigt worden. In einem Fall kam es zu einer Rangelei.

Verstoß gegen Maskenpflicht: KOD-Mitarbeiter bei Rangelei in Hamm leicht verletzt

Ein 18-Jähriger wollte der Anweisung, die Maske aufzusetzen, nicht Folge leisten, ignorierte alle Belehrungen und ging einfach weg. „Das konnten die Kollegen so natürlich nicht durchgehen lassen. Es standen ja auch etliche andere Schüler in der Nähe, die die Szene beobachtet haben“, schildert Burrichter. Auch die Herausgabe seiner Personalien verweigerte der 18-Jährige. Beim Festhalten kam es zu einer Rangelei, in deren Folge ein Mitarbeiter des KOD leicht verletzt wurde.

Als sich die Situation wieder etwas beruhigt hatte, wurde ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro für den Verstoß gegen die Maskenpflicht verhängt. Weitere Sanktionen - etwa wegen seines respektlosen und aggressiven Verhaltens - habe der Heranwachsende in Hamm allerdings nicht zu befürchten. „Wir wollen ja nicht drakonisch bestrafen, sondern nur dafür sorgen, dass sich die Menschen auch wirklich an diese sinnvollen Regeln halten“, so Burrichter.

Ordnungskräfte als Clowns bezeichnet - fünf Verstöße gegen die Maskenpflicht

Nicht nur ein Schüler tanzte aus der Reihe. KOD-Kräfte wurden unter anderem als Clowns bezeichnet. Eine Person aus der Gruppe erhielt wegen ihrer abfälligen Kommentare einen Platzverweis. Dem kam der junge Mann nicht nach. Auch in diesem Fall kam es zu einer (kurzen) körperlichen Auseinandersetzung mit KOD-Mitarbeitern. Insgesamt wurden fünf Verstöße gegen die Maskenpflicht aktenkundig, dazu wurde eine Behinderung der Ordnungshüter mit einem Bußgeld belegt.

Als Reaktion auf diesen Vorfall tauschte sich die Stadt Hamm mit der Polizei aus. Die Konsequenz: Am Freitag wird der KOD nun durch Beamte der Polizei unterstützt, um die Maskenpflicht in diesem Bereich durchzusetzen. „Wir sind dabei erstmal nur präsent und lassen die Stadt machen. Wenn Bedarf ist, unterstützen wir aber“, sagt Polizei-Sprecher Hendrik Heine dazu.

Klima im Hammer Westen ist „rauer“

Auch mit den Schulleitungen im Hammer Westen sei bereits Kontakt aufgenommen worden, erklärt Burrichter. Sie sind für die Einhaltung der Regeln auf dem Schulgelände zuständig. Das Hausrecht endet allerdings an der Türschwelle. Deshalb haben die Einrichtungen nur wenig Handhabe, wenn sich Schüler direkt vor ihrer Nase aber außerhalb der Schule nicht an die Corona-Maßnahmen halten.

Burrichter betont aber: „Das ist kein flächendeckendes Problem. Dort im Hammer Westen haben wir aber einen Hotspot, was die geringere Akzeptanz der Regeln angeht. Wir haben festgestellt, dass dort nur ein geringer Anlass nötig ist, um eine gewisse Aggressivität gegen die Mitarbeiter des KOD zu registrieren. Das Klima ist rauer.“ Ein Vergleichbarer Fall sei der Stadt aber nicht bekannt.

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