Wegen sinkender Fallzahlen

Corona-Regeln in Hamm: Diese Lockerungen gelten ab Montag

Der Hammer Tierpark öffnet ab Montag wieder. Besucher müssen vorher einen Termin buchen und einen negativen Schnelltest nachweisen.
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Der Hammer Tierpark öffnet ab Montag wieder. Besucher müssen vorher einen Termin buchen und einen negativen Schnelltest nachweisen.

Oberbürgermeister Marc Herter hat angesichts der sinkenden Corona-Fallzahlen wie erwartet am Freitagmittag erste Lockerungen verkündet. Der Überblick.

Hamm - Ab Montag, 0 Uhr, wird Herter die Allgemeinverfügung der Stadt Hamm, die aktuell einige Teile des öffentlichen Stillstands regelt, weitgehend aufheben. Nur die Maskenpflichten und -gebote bleiben bestehen. Ansonsten gilt ab Montag in Hamm dann eins zu eins die Bundes-Notbremse. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Maxipark und Tierpark ab Montag wieder offen

Das hat zur Folge, dass einige Freizeitangebote wieder öffnen. Sowohl Maxi- als auch Tierpark sind ab Montag wieder eingeschränkt geöffnet. Im Maxipark reicht die Angabe der Kontaktdaten - wahlweise per Luca-App - für den Einlass. Im Tierpark muss ein entsprechender Termin gebucht und ein negativer Schnelltest vorgelegt werden. Für beide Einrichtungen sind Buchungen ab dem heutigen Freitag auf den jeweiligen Internetseiten möglich, teilte Herter mit.

Ebenfalls wieder geöffnet sind die Bolzplätze, Skaterparks, Basketball-Courts und anderen Freizeitanlagen im Freien, die zuletzt ganztägig gesperrt waren.  Sport ist alleine, zu zweit oder nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes möglich. Die Ausnahme: Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport treiben.  

Beerdigungsbeschränkung bleibt bestehen

Ein bisschen länger für die Rückkehr in den eingeschränkten Betrieb brauchen die Stadtbüchereien. Ab Dienstag, 25. Mai, öffnet die Zentralbibliothek von 12 bis 16 Uhr, die Bezirksbüchereien sind ab dann an jeweils einem Tag in der Woche geöffnet.

Die Beschränkung für Beerdigungen auf 30 teilnehmende Personen bleibt in Kraft, weil diese Regelung der Bundesnotbremse entspricht.

„Die Entwicklung der vergangenen Tage ist uneingeschränkt erfreulich“, sagte der OB während einer Zoom-Konferenz am Freitagmittag. „Die Vollbremsung, die wir in Hamm hingelegt haben, war erfreulich. Die Zahlen sind so schnell gesunken wie sie zuvor gestiegen sind.“ Gehe die Entwicklung so weiter wie jetzt, könnten schon Ende kommender Woche die nächsten Öffnungsschritte erfolgen.

Einzelhandel und Schüler sind die nächsten

Denn: Eine neue Landesverordnung sieht Lockerungen für Kommunen vor, die stabil an fünf Werktagen unter einer Inzidenz von 150 liegen. Am Freitag zählte die Stadt Hamm in dieser Hinsicht den zweiten Werktag. Am Dienstag sind es fünf, sollte die Entwicklung anhalten. Mit einem Übergangstag dazwischen könnte dann ab Donnerstag der Einzelhandel zum Terminshopping verknüpft mit negativem Schnelltest zurückkehren, erklärte Herter.

Für die Rückkehr von Schulen in den Wechselunterricht ist bekanntlich 165 die Schwelle. Weil hier immer erst zum folgenden Montag gelockert wird, ist die Öffnung erst nach Pfingsten möglich. Weil an Pfingstmontag Feiertag und am folgenden Dienstag ein Ferientag ist, machen die Schulen in Hamm voraussichtlich am Mittwoch, 26. Mai, wieder auf. Die Kitas kehren bei einer anhaltenden Entwicklung einen Tag früher in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück.

Nächstes Ziel: Inzidenzwert unter 100

„Bei beiden läuft jetzt der Countdown“, sagte Herter mit Blick auf den Einzelhandel sowie Schulen und Kitas. Er appellierte noch einmal an die Bürger, sich an die Corona-Regeln und Kontaktbeschränkungen zu halten, damit die Zahlen weiter verlässlich sinken. „Das nächste Ziel ist es, schnell unter 100 zu kommen“, so Herter. „Dann wird noch einmal viel möglich.“

Sinkt die Stadt stabil unter 100, können sich vor allem doppelt Geimpfte, nicht länger als sechs Monate Genesene und negativ Getestete über Lockerungen freuen.

Lockerungen für Außengastro, Freibad, Kletterpark

Für diese Gruppen wird dann die Außengastronomie von Restaurants geöffnet, Kultureinrichtungen - beispielsweise das Museum - können besucht werden, und auch kontaktloser Sport in Kleingruppen wird dann wieder möglich. Auch der Kletterpark und die Minigolf-Anlagen könnten dann für diese Kreise öffnen; genauso wie das Freibad für Sportschwimmer.

Bei Friseuren und Fußpflegen muss dann kein Test mehr vorgelegt werden. Und auch die Sonnenstudios können dann wieder unter Auflagen öffnen. Negative Schnelltests dürfen dann maximal 48 Stunden alt sein und nicht wie bisher nur 24 Stunden.

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