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Coronavirus in Hamm: Keine Entspannung vor dem Wochenende - Infos zu Impfzentrum

Auch am Freitag verkündet die Stadt Hamm wieder etliche Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Vor dem Wochenende ist eine Entspannung nicht in Sicht. Der Überblick.

Hamm - 74 Infektionen sind binnen 24 Stunden neu beim Gesundheitsamt der Stadt Hamm bekannt geworden. Das waren 22 weniger als am Donnerstag, als mit 96 Neuinfektionen ein trauriges Allzeit-Hoch erreicht worden war. (News zum Coronavirus.)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Bevölkerung179.397 (2016)
Fläche226,3 km²

Corona in Hamm: RKI-Inzidenzwert mittlerweile bei 264,6

Trotzdem sorgen die weiter hohen Infektionszahlen dafür, dass Hamm wohl noch Wochen mit der Eindämmung des Coronavirus zu kämpfen hat.

Von den Neuinfizierten haben sich 21 vermutlich innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises angesteckt, elf von ihnen wurden innerhalb einer laufenden Quarantäne positiv getestet. Eine Person wurde im Rahmen einer Reihentestung bei ihrem Arbeitgeber als Virus-Träger identifiziert, bei 52 Personen ist der Ursprung ihrer Infektion noch unklar.

Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) kletterte erneut leicht und liegt inzwischen bei 264,6 (+3,4 Punkte). Die Zahl der aktuell Infizierten stieg noch einmal um 14 auf 670 Personen. 361 von ihnen sind weiblich, 309 männlich.

Corona in Hamm: Weniger Corona-Patienten im Krankenhaus

39 Personen aus Hamm werden aktuell stationär im Krankenhaus behandelt (-7). Unverändert liegen fünf von ihnen auf der Intensivstation. Ein Mann ist über 60 Jahre alt, zwei sind über 70 und einer über 80. Neben ihnen wird eine über 90 Jahre alte Frau intensivmedizinisch betreut.

2.345 Hammer gelten inzwischen als genesen (+60). 1.257 sind weiblich, 1.088 männlich. In Quarantäne halten sich aktuell 2.688 Personen aus Hamm auf (+247). Aus der Beobachtung entlassen wurden 17.409 Menschen (+103). 20.766 Proben sind an den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen worden (+170).

Corona in Hamm: Impfzentrum in der Alfred-Fischer-Halle?

Die Nachricht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass jede kreisfreie Stadt und jeder Kreis eine Corona-Impfstation erhalten werde, wurde am Donnerstag im Rathaus begrüßt. „Die Vorbereitungen zur Einrichtung eines Impfzentrums in Hamm laufen“, teilte Oberbürgermeister Marc Herter mit. Von einer solchen Entwicklung sei die Stadt ausgegangen. Bereits zum Wochenbeginn hätten Verwaltungsvorstand und der Krisenstab Corona die Weichen zum Aufbau einer medizinischen Versorgungseinheit gestellt. „Mit der Alfred-Fischer-Halle verfügen wir hierfür über eine hervorragende Option“, so Herter.

In einem gemeinsamen Kraftakt entzerren Stadt Hamm, Stadtwerke und Schulen den morgendlichen Schülerverkehr. Damit sollen besonders frequentierte Linien und Ersatzbusse entlastet werden, um überfüllte Busse zu verhindern. Ab Montag, 23. November, wird der morgendliche Schulbeginn der drei Gesamtschulen in Hamm verlegt: auf 8.45 Uhr.

Auch in Hamm gibt es (wenige) Menschen, die gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen protestieren. Wegen Missachtung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht hat die Polizei am Sonntag sieben Ordnungswidrigkeitsanzeigen gegen Teilnehmer an einer Anti-Corona-Kundgebung geschrieben.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

St.-Barbara-Klinik in Hamm landet Hit im Netz

Im Netz erheitert trotz der so ernsten Lage im Moment ein Video aus der St.-Barbara-Klinik in Hamm die Gemüter. Zum Hit „Jerusalema“ tanzen etliche Mitarbeiter der Klinik. Das Video auf Facebook haben inzwischen über 1,3 Millionen Menschen gesehen, auf Youtube hat der Clip über 210.000 Aufrufe gesammelt.

Gäbe es Corona nicht, würde in diesen Tagen rund um die Pauluskirche der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Dass es dazu in diesem Jahr nicht kommt, dürfte hinlänglich bekannt und begründet sein – Weihnachtsstimmung aber will die Stadt in der Innenstadt trotzdem erzeugen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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