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Coronavirus in Hamm: RKI-Wert fast bei 300 - weitere Todesfälle

Eine Frau beim Corona-Test
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In Hamm werden täglich über 100 Corona-Tests durchgeführt.

Am Montag sind die Corona-Fallzahlen in Hamm noch einmal weiter gestiegen. Erneut gab es 68 Neuinfektionen.

Update, 23. November, 15.34 Uhr: Die Stadt meldete am Montagnachmittag, dass zwei weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen gestorben sind. Ein Mann im Alter von über 80 Jahren starb am Sonntag auf der Intensivstation. Eine Frau jenseits der 90 am Montag. Sie lag nicht auf der Intensivstation. Beide Personen hatten mehrere Vorerkrankungen. 52 Personen sind in Hamm bislang gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infizierten.

68 Neuinfektionen am Montag

Hamm - Schon am Sonntag waren 68 neue Fälle beim Gesundheitsamt der Stadt bekannt geworden. Am Montag blieb dieser Wert konstant. 52 der Betroffenen waren bereits in Quarantäne, als sie positiv getestet wurden. 46 haben sich vermutlich innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises angesteckt. Sechs weitere Fälle sind im Rahmen einer Reihentestung beim Arbeitgeber aufgefallen. Eine Infektion entstammt einem Seniorenheim, bei 15 ist der Ursprung noch unklar. (News zum Coronavirus.)

RKI-Wert liegt fast bei 300

Durch die Neuinfektionen stieg auch die Zahl der derzeit betroffenen noch einmal - auf 744. Das sind elf mehr als am Sonntag. 398 der Infizierten sind weiblich, 346 männlich. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) stieg ebenfalls weiter und liegt gegenwärtig bei 291,2 (+9,3 Punkte).

Die Zahl derer, die sich wegen einer Corona-Infektion stationär im Krankenhaus behandeln lassen müssen, liegt auf einem Allzeit-Hoch von 52. Vier von ihnen liegen auf der Intensivstation. Bei ihnen handelt es sich um drei Männer (einer jenseits der 60, zwei über 70) und eine über 90 Jahre alte Frau.

Als genesen gelten mittlerweile 2.484 Hammer (+57). 1.322 sind weiblich, 1.162 männlich. In Quarantäne befinden sich 2.418 Personen (-52), aus der Beobachtung entlassen wurden 18.215 Menschen (+279). 21.166 Proben sind an den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen worden (+123).

Freiwillige Tests wenig wahrgenommen

An mehr als 30 Hammer Schulen gibt es Coronafälle. Das mit einem Positiv-Fall verbundene Angebot an die gesamte Schülerschaft, sich freiwillig und kostenlos testen lassen zu können, wird offenbar aber kaum mehr wahrgenommen. 1.800 Schüler an sechs Grundschulen hätten sich zum Beispiel in der vergangenen Woche am Dienstag testen lassen können; 226 nahmen das Angebot wahr.

In einem gemeinsamen Kraftakt haben Stadt Hamm, Stadtwerke und Schulen den morgendlichen Schülerverkehr entzerrt. Damit sollen besonders frequentierte Linien und Ersatzbusse entlastet werden, um überfüllte Busse zu verhindern. Ab diesem Montag wird der morgendliche Schulbeginn der drei Gesamtschulen in Hamm verlegt: auf 8.45 Uhr.

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen hat Oberbürgermeister Marc Herter verschärfte Regeln angekündigt. Dabei geht es um eine erweiterte Maskenpflicht und weitere Einschränkungen für Treffen in privaten Räumen. Dier hier zusammengefassten Regeln sollen ab Mittwoch gelten und die folgenden Maßnahmen ergänzen.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

St.-Barbara-Klinik in Hamm landet Hit im Netz

Im Netz erheitert trotz der so ernsten Lage im Moment ein Video aus der St.-Barbara-Klinik in Hamm die Gemüter. Zum Hit „Jerusalema“ tanzen etliche Mitarbeiter der Klinik. Das Video auf Facebook haben inzwischen über 1,6 Millionen Menschen gesehen, auf Youtube hat der Clip über 782.000 Aufrufe gesammelt.

Gäbe es Corona nicht, würde in diesen Tagen rund um die Pauluskirche der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Dass es dazu in diesem Jahr nicht kommt, dürfte hinlänglich bekannt und begründet sein – Weihnachtsstimmung aber will die Stadt in der Innenstadt trotzdem erzeugen.

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