Aktuelle Corona-Erkenntnisse aus dem Rathaus

Virus im Advent: So verändert sich das Infektionsgeschehen in Hamm

Mit Beginn der Adventszeit hat sich das Infektionsgeschehen in Hamm gewandelt.
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Maske auf und durch: Mit Beginn der Adventszeit hat sich das Infektionsgeschehen in Hamm gewandelt.

Das Corona-Infektionsgeschehen in Hamm hat sich mit Beginn der Adventszeit anscheinend gewandelt.

Hamm - Waren es in den letzten Wochen insbesondere Familien mit mehreren Kindern aus beengten Wohnverhältnissen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, so scheint die Welle in diesen Bereichen nun abgeebbt zu sein. Wie die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, verteilen sich die zuletzt 421 Infizierten (Stand Mittwochmittag) auf grob überschlagen rund 280 Haushalte. (News zum Coronavirus in Hamm.)

Rein rechnerisch sind somit weniger als zwei Personen pro Haushalt betroffen – und das, obwohl in Hamm weiterhin jede Person aus einem Hausstand bei einem Infektionsfall automatisch getestet wird.

Corona in Hamm - Verteilung nach Altersgruppen aktuell:

  • 0 bis 9 Jahre: 22
  • 10 bis 19 Jahre: 52
  • 20 bis 29 Jahre: 65
  • 30 bis 39 Jahre: 49
  • 40 bis 49 Jahre: 70
  • 50 bis 59 Jahre: 54
  • 60 bis 69 Jahre: 30
  • 70 bis 79 Jahre: 29
  • 80 bis 89 Jahre: 36
  • über 90 Jahre: 14

Corona in Hamm - so klappt die Infektions-Recherche:

Weiterhin gelingt es in Hamm, einen Gutteil der Infektionsfälle nachzuvollziehen. Der November-Lockdown war von Bundeskanzlerin Angela Merkel damit begründet worden, dass in einem Großteil der Stadt und Kreise bundesweit nur noch 25 Prozent der Fälle aufgeklärt würden. In Hamm hatte die Quote zuletzt zwischen 40 und 60 Prozent geschwankt, in der Vorwoche wurden dann ein Wert von 75 Prozent. Setzt sich die Entwicklung der letzten Tage fort, dann dürften es bald sogar noch mehr sein.

Wie die Stadt mitteilte, wurden in der Woche 23. bis zum 29. November in Hamm 354 Neuinfektionen registriert. Von denen wurden in der täglichen 12-Uhr-Meldung zunächst 136 Ansteckungen als „unbekannt“ eingestuft. Im Rahmen der Nachverfolgung habe man aber noch einige der Fälle zuordnen können. Es seien „nur“ 95 Ursprünge unbekannt geblieben.

Corona in Hamm - Schulen, Kitas und Altenheime aktuell:

  • Infektionsgeschehen in Schulen: 60 Schüler und 5 Lehrkräfte sind in 22 Schulen infiziert und 600 Schüler in Quarantäne. Im Großteil der Schulen gibt es nur einen oder zwei Fälle, an vier Schulen gibt es mehr als fünf Infektionen – alle jedoch im einstelligen Bereich. Von Schulen als Infektionsherd gehen wir weiterhin nicht aus.
  • Betroffene Schulen: Wilhelm-Busch-Schule, Talschule, Sophie-Scholl-Gesamtschule, St. Franziskus Berufskolleg, Schillerschule, Realschule Heessen, Overbergschule, Märkisches Gymnasium, Konrad-Adenauer-Realschule, Karlschule, Kettelerschule, Josefschule, Johannesschule, Hermann-Gmeiner-Schule, Galilei Gymnasium, Friedrich-List-Berufskolleg, Friedensschule, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Carl-Orff-Schule und Arnold-Freymuth-Schule.
  • Infektionsgeschehen in Kitas: 8 Kinder und 6 Erzieher sind in 8 Kitas infiziert.
  • Betroffene Kitas: Kita St. Victor, Kita St. Marien (Barsener Str.), Kita St. Pankratius, Kita Am Eichenwäldchen, Kita Blauland, Kita Zauberblume, Kita Sonnenhaus und Kita AWO Seilfahrt.
  • Infektionsgeschehen in Seniorenheimen: 39 Bewohner und 20 Mitarbeiter sind in 12 Seniorenheimen infiziert.

    (Quelle: Stadt Hamm, Stand Mittwochnachmittag)

Corona in Hamm - das bewegt die Menschen aktuell:

  • Vorgaben und Verbote: Eine Übersicht über die wichtigsten Punkte der aktuellen Corona-Liste finden Sie hier auf WA.de.
  • Das Impfzentrum für die Bürger in Hamm soll in den beiden Dreifachturnhallen an der Friedensschule eingerichtet werden. Die Stadt hat dazu Fragen beantwortet.
  • Die neuen NRW-Quarantäneregeln mit einer Verkürzung der Isolationszeit auf zehn Tage kommen in Hamm jetzt noch nicht zur Anwendung. Ein bisschen Geduld ist gefragt.
  • Die Stadt kann nicht so schlagkräftig gegen Corona-Regelverstöße vorgehen, wie sie möchte und wie es sinnvoll wäre. Ein Hilferuf stößt auf überraschend starke Resonanz.
  • Die Bezirksregierung Arnsberg sorgt für einen Lichtblick am sonst so trüben Corona-Himmel. Es geht um Frank Bögel, einen Wirt aus Hamm

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