Reaktion aus dem Rathaus

Herter begrüßt Lockdown - neue Konsequenzen für Einrichtungen in Hamm angekündigt

OB Marc Herter lobt die Entscheidung von Bund und Ländern, das öffentliche Leben wieder herunterzufahren.
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OB Marc Herter lobt die Entscheidung von Bund und Ländern, das öffentliche Leben wieder herunterzufahren.

Hamms Oberbürgermeister Marc Herter hat den von Bund und Ländern am Sonntag beschlossenen Lockdown in einer ersten Stellungnahme begrüßt. Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens ab Mittwoch hat auch Konsequenzen für die Einrichtungen der Stadt.

Hamm - „So schwer es jedem von uns fällt – der harte Shutdown ist richtig. Die heute vereinbarten Maßnahmen sind insgesamt zielführend“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter zu der nach tagelangem Ringen zustande gekommenen Einigung von Bund und Ländern. „Es ist gut, dass die Bundesregierung das Heft des Handelns endlich wieder in die Hand genommen hat. Ich erwarte von der NRW Landesregierung, dass sie diese Vereinbarung nun Eins zu eins in eine Verordnung umsetzt.“ (News zum Coronavirus in Hamm.)

Ob eine weitere Allgemeinverfügung notwendig sei, werde die Stadt prüfen, sobald die neue NRW-Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus vorliegt. Erfahrungsgemäß braucht die Staatskanzlei in Düsseldorf aber immer mehrere Tage, um Beschlüsse auf Bundesebene für das Land zu übernehmen.

Städtische Einrichtungen schließen ab Mittwoch

Hamm schaltet allerdings definitiv ab Mittwoch in den Lockdown-Modus. Alle noch geöffneten Einrichtungen der Stadt und der städtischen Töchter werden ab dann geschlossen bleiben – Notbesetzungen und Notfallkontakte werden aktuell erarbeitet und in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

In Hamm gelten auch im Lockdown die Kontaktbeschränkungen für Treffen im privaten Raum. Seit diesem Sonntag dürfen nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind davon ausgenommen. Damit ist Hamm nach wie vor schärfer als Bund und Land, die bislang Privaträume ausgespart hatten und die Regelung nur für den öffentlichen Raum anwendeten.

Mini-Lockerung zu Weihnachten auch in Hamm

Eine Lockerung macht Hamm allerdings mit: Für Weihnachten fällt die Beschränkung auf zwei Haushalte weg. Die fünf Personen dürfen also aus mehr als zwei Hausständen kommen. „Die Erleichterungen zu Weihnachten werden in jedem Fall von uns Eins zu eins umgesetzt“, sagte Herter dazu: „Das Fest mit seinen Lieben – aber eben im engsten Familienkreis – zu feiern soll niemandem genommen werden. Ich appelliere jedoch an die Vernunft auch dabei die Ansteckungsgefahr nicht aus den Augen zu verlieren. Wir selbst haben es in der Hand unsere Lieben vor dem Virus zu schützen.“

Der OB begrüßte sehr, dass es an Silvester und Neujahr bundesweit ein Versammlungs- und Feuerwerksverbot verbunden mit einem Verkaufsverbot für Böller und Pyrotechnik geben soll. „Es wäre widersinnig gewesen, wenn morgens noch Böller verkauft worden wären, die dann nachts nicht hätten abgebrannt werden dürfen.“

Herter sieht „Licht am Ende des Tunnels“

Herter appellierte noch einmal ausdrücklich an die Hammer, die Regeln ernst zu nehmen. „Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, mitzuziehen und ihre Kontakte auch tatsächlich zu reduzieren und bei Kontakten die Infektionsschutzregeln zu beherzigen“, so Herter.

„26 Tage haben wir jetzt Zeit, um die zweite Pandemiewelle zu brechen. Das ist verbunden mit den im Januar anlaufenden Impfungen eine große Chance.“ Diese Aussichten seien immerhin ein Licht am Ende des Tunnels. „Aber es ist noch ein gutes Stück entfernt, deshalb müssen wir jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass wir von der hohen Anzahl an Infizierten runter kommen.“

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