Nach zwei Wochen „Click and Meet“

Handel fürchtet Notbremse: „Fast wie Komplettschließung“

Matthias Grabitz, Sprecher Hammer Einzelhändler
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Nach Ansicht von Matthias Grabitz greifen die Hygienekonzepte der Hammer Händler ohnehin gut. Ansteckungen mit dem Coronavirus beim Shoppen sind nicht bekannt.

Der Hammer Einzelhandel wartet bangend auf die endgültigen Regeln zur wieder verschärften Corona-Notbremse in NRW - und befürchtet hohe Umsatzeinbußen.

Hamm – Für Matthias Grabitz und die anderen Einzelhändler in Hamm ist es mittlerweile ein bedrückendes Ritual geworden, nach Bund-Länder-Gipfeln bangend die folgende Umsetzung der Landesregierung abzuwarten. „Ich weiß zwar, was in Berlin gesagt wurde, aber über das, was da wirklich kommt, traue ich mich nicht zu mutmaßen“, sagte der Sprecher der Hammer Kaufleute. (News zu Corona in Hamm)

StadtHamm
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterMarc Herter (SPD)

Corona in Hamm: „Click and Collect“ als einschneidender Rückschritt

Wie zuletzt so oft führten die Beratungen auf Bundesebene vor allem zu einem: viel Unsicherheit – bei Händlern und Kunden.
Eine inzwischen für Montag angekündigte, landesweite Rückkehr vom „Click and Meet“ – also dem Einkaufen vor Ort mit Termin – hin zum „Click and Collect“ – dem Bestellen oder Kaufen im Netz und dem bloßen Abholen vor Ort – wäre aus Sicht von Grabitz eine Vollkatastrophe. „Das käme einer Komplettschließung nahe“, sagt er. Für den stationären Handel bedeute der vermeintlich kleine Rückschritt einen erheblichen Unterschied.

Die Kunden hätten sich mittlerweile gut an das Einkaufen mit Termin gewöhnt. Diese Shopping-Möglichkeit werde gut angenommen. „Das kommt dem normalen Einkauf wesentlich näher. ,Click and Collect‘ funktioniert nicht wirklich.“
Dass bei der Verschärfung der Maßnahmen nun überall der landesweite Inzidenzwert herangezogen werden soll, kann Grabitz nicht nachvollziehen. „Für Städte wie Bielefeld galten bei Lockerungen ja auch nicht pauschal die NRW-Werte sondern die guten eigenen Zahlen.“

Der Unternehmer hofft nun, dass NRW schnell wieder unter die 100er-Marke bei der Coronavirus-Inzidenz fällt und die Geschäfte zur Teilöffnung zurückkehren können.

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