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Coronavirus in Hamm: Wieder viele Neuinfektionen am Samstag - RKI-Wert steigt deutlich

Maske tragen, Abstand halten: Zwei der Grundpfeiler der Corona-Bekämpfung.
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Maske tragen, Abstand halten: Zwei der Grundpfeiler der Corona-Bekämpfung.

Noch immer gibt es in Hamm keine Entspannung der Corona-Lage. Am Samstag meldet die Stadt 80 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Nach einem leichten Abwärtstrend ist der RKI-Wert jetzt wieder deutlich gestiegen.

Hamm - Die Zahl der Neuninfektionen bleibt in Hamm auf einem hohen Niveau. Innerhalb von 24 Stunden wurden der Stadt laut den Daten von Samstag 80 Neuinfektionen gemeldet. Das sind noch einmal sechs mehr als am Vortag (74), aber etwas weniger als beim Allzeit-Hoch am Donnerstag mit 96 neuen Fällen. (News zum Coronavirus.)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Bevölkerung179.397 (2016)
Fläche226,3 km²

Coronavirus in Hamm: Die Zahlen am Samstag - RKI-Wert steigt deutlich

Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) ist nach einem Rückgang jetzt wieder deutlich gestiegen. Die Inzidenz liegt am Samstag bei 283,5 - am Freitag lag der Wert bei 264,6.

Von den am Samstag Neuinfizierten wurden die meisten (53) aus einer Quarantäne heraus positiv getestet. 50 von ihnen steckten sich nach Angaben der Stadt vermutlich in ihrem Familien- und Bekanntenkreis an. Fünf weitere Personen wurden bei einer Reihentestung bei ihrem Arbeitgeber positiv getestet, eine weitere in einem Seniorenheim. Bei den übrigen 21 neuen Fällen ist der Infektionsweg noch unbekannt.

Corona in Hamm: Die weiteren Zahlen

Im Krankenhaus stationär behandelt werden in Hamm aktuell 41 Personen - das sind noch einmal zwei Personen mehr als am Freitag. Die Zahl der Patienten auf einer Intensivstation ist mit fünf Personen unverändert geblieben.

Insgesamt 2345 Personen sind seit Beginn der Pandemie nach einer Corona-Infektion wieder genesen (gleicher Wert wie am Vortag). 2657 Personen befinden sich noch in Quarantäne (Freitag: 2688) und 17.710 wurden wieder aus der Beobachtung entlassen. Mittlerweile wurden 20.938 Proben mit den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen.

Corona in Hamm: Impfzentrum in der Alfred-Fischer-Halle?

Die Nachricht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass jede kreisfreie Stadt und jeder Kreis eine Corona-Impfstation erhalten werde, wurde im Rathaus begrüßt. „Die Vorbereitungen zur Einrichtung eines Impfzentrums in Hamm laufen“, teilte Oberbürgermeister Marc Herter mit. Von einer solchen Entwicklung sei die Stadt ausgegangen. Bereits zum Wochenbeginn hätten Verwaltungsvorstand und der Krisenstab Corona die Weichen zum Aufbau einer medizinischen Versorgungseinheit gestellt. „Mit der Alfred-Fischer-Halle verfügen wir hierfür über eine hervorragende Option“, so Herter.

Auch an den Schulen bleibt die Lage angespannt. Mit 34 Schulen gibt es derzeit in Hamm mehr Bildungsstätten mit Coronafällen als solche ohne. 52 Schulen befinden sich in städtischer Trägerschaft. Einigermaßen beruhigend bleibt, dass sich die Klassenzimmer nicht als Virenschleudern entpuppen. Wir haben hier zusammengefasst, in welchen Schulen und Kitas das Virus derzeit mindestens einen Wirt hat.

In einem gemeinsamen Kraftakt entzerren Stadt Hamm, Stadtwerke und Schulen den morgendlichen Schülerverkehr. Damit sollen besonders frequentierte Linien und Ersatzbusse entlastet werden, um überfüllte Busse zu verhindern. Ab Montag, 23. November, wird der morgendliche Schulbeginn der drei Gesamtschulen in Hamm verlegt: auf 8.45 Uhr.

Für die kommende Woche hat Oberbürgermeister Marc Herter angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen verschärfte Regeln angekündigt. Dabei geht es um eine erweiterte Maskenpflicht und weitere Einschränkungen für Treffen in privaten Räumen. Dier hier zusammengefassten Regeln sollen ab Mittwoch gelten und die folgenden Maßnahmen ergänzen.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

St.-Barbara-Klinik in Hamm landet Hit im Netz

Im Netz erheitert trotz der so ernsten Lage im Moment ein Video aus der St.-Barbara-Klinik in Hamm die Gemüter. Zum Hit „Jerusalema“ tanzen etliche Mitarbeiter der Klinik. Das Video auf Facebook haben inzwischen über 1,3 Millionen Menschen gesehen, auf Youtube hat der Clip über 210.000 Aufrufe gesammelt.

Gäbe es Corona nicht, würde in diesen Tagen rund um die Pauluskirche der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Dass es dazu in diesem Jahr nicht kommt, dürfte hinlänglich bekannt und begründet sein – Weihnachtsstimmung aber will die Stadt in der Innenstadt trotzdem erzeugen.

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