Nach Corona-Lockdown

Ansturm auf Bürgerämter: Tausende Hammer wollen neue Ausweisdokumente - fürs Reisen?

Keine großen Corona-bedingten Rückstände gibt es nach Angaben der Stadt in den Bürgerämtern.
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Keine großen Corona-bedingten Rückstände gibt es nach Angaben der Stadt in den Bürgerämtern.

Die Hammer wollen reisen. Und dafür brauchen sie entsprechende Ausweispapiere. Mit dem Ende des Corona-Lockdowns hat ein enormer Ansturm auf die Hammer Bürgerämter eingesetzt, der sich stetig steigert.

Hamm - Waren es im April noch 2.378 Personaldokumente, die beantragt wurden, waren es dann im Mai 3.178 und allein in den ersten neun Junitagen bereits 1.356. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden in Hamm im April 195, im Mai 915 und im Vergleichszeitraum im Juni 645 Personaldokumente beantragt. (News zum Coronavirus in Hamm)

„Unsere Strategie eines ,Soft-Openings‘ ab 15. März hat sich grundsätzlich bewährt“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Gemeint ist damit das Angebot, dass die Bürger wieder ohne Termin, aber unter Berücksichtigung strenger Personenbegrenzungen in die Bürgerämter kommen können. Somit sei die „Bugwelle“ insgesamt abgemildert worden, so Huster.

Stadt: Es reicht, Ausweise zu verlängern, kurz bevor sie ablaufen

Die erhöhte Nachfrage erklärt sich dadurch, dass zum einen jene kommen, die mit ihrer Antragstellung auf bessere Zeiten gewartet und die Ausweise in der Schublade gelassen haben, und dann eben all die, deren Dokumente aktuell ihre Gültigkeit verlieren. Grundsätzlich seien daher erhöhte Wartezeiten möglich, aber auch diese hielten sich in vertretbaren Grenzen, weiß Huster.

Die Stadtverwaltung macht deutlich: Es bestehe kein Grund, schon jetzt einen Ausweis oder Pass zu beantragen, wenn die Gültigkeit des alten Dokuments erst in einigen Monaten abläuft.

Bürgerämter im „Normalbetrieb“, viele Dienste online nutzbar

Gänzlich geschlossen seien die Bürgerämter in der Pandemie bislang nie gewesen, eine Lösung für Notfälle habe es während der gesamten Zeit gegeben, heißt es aus dem Rathaus. Und zwischen August 2020 und dem zweiten Lockdown im Dezember 2020 habe in den Bürgerämtern wie in allen anderen städtischen Dienststellen auch ein „Normalbetrieb“ unter Einhaltung von Corona-Regeln stattgefunden. Alle Angelegenheiten rund ums Thema Kfz seien als dringlich eingestuft worden, sodass Hamm nun – anders als andere Städte – in diesem Bereich keine Rückstände aufzuarbeiten habe, so Huster.

Die Verwaltung hat in der Pandemiezeit ihr Online-Angebot ausgeweitet: Bürger können ihre Fahrzeuge nun online abmelden, die Ausstellung von Meldebescheinigungen und die Beantragung von Bewohnerparkausweisen sind ebenfalls nun auf diesem Wege möglich. Ein persönliches Erscheinen im Bürgeramt ist in diesen Angelegenheiten somit nicht mehr erforderlich.

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