Abibälle wie bisher abgesagt

Kontaktlose Zeugnis-Übergabe: So planen Hammer Schulen ihre Abschlussveranstaltungen

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Time of my life: Abi-Bälle und Zeugnisübergaben, wie wir sie bisher kannten, wird es in diesem Sommer nicht geben.

Hamm - Corona macht allen größeren Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung – das gilt leider auch für die Abschlussfeiern der Abiturienten und Zehntklässler der Hammer Schulen. Die Prüfungen haben die meisten hinter sich gebracht, jetzt bleibt die Frage, ob und wie sie ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen können.

Schulministerin Yvonne Gebauer hatte am Mittwoch angekündigt, dass man Schülern eine feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglichen wolle. Das Land werde in den nächsten Tagen die rechtlichen Regelungen dafür schaffen. Bis es so weit ist, haben einige Hammer Schulen aber schon eigene Pläne, wie sie die Zeugnisvergabe unter Einhaltung der Hygieneregeln durchführen könnten. Hier einige Beispiele:

Friedrich-Ebert-Realschule

An der Friedrich-Ebert-Realschule soll es am 19. Juni nach Unterrichtsschluss klassenweise jeweils eine kleine Feierstunde geben, während der die Abschlusszeugnisse überreicht werden. Jeder Schüler darf zwei vorangemeldete Personen mitbringen. Statt des gesamten Kollegiums und geladener Gäste wird nur die Schulleitung und die jeweilige Klassenleitung zugegen sein. Die Stühle im Zuschauerraum werden in Dreiergruppen mit ausreichendem Sicherheitsabstand angeordnet. Die Ausgabe erfolgt einzeln und kontaktlos auf der Bühne.

Anne-Frank-Schule

An der Anne-Frank-Schule sollen die Abschlussschüler in ihren jeweiligen Klassen mit je zwei Begleitpersonen verabschiedet werde. Die Abschlüsse werden am 10., 15. und 16. Juni jeweils um 18 Uhr in einer Feierstunde in der Aula überreicht.

Martin-Luther-Schule

An der Martin-Luther-Schule ist nach Rücksprache mit Schülern und Eltern geplant, die Zeugnisse am 15. Juni in Einzelterminen zu vergeben. Die Schüler können mit ihren Eltern im Abschlusskleid oder Anzug kommen und das Zeugnis in einem feierlichen Rahmen entgegen nehmen, teilt Rektor Daniel Tümmers per Mail mit. Es werde ein Foto gemacht und im Nebenraum soll ein Video der Schulzeit laufen, „um noch mal Erinnerungen an vergangene Tage mit dem Klassenlehrer aufleben zu lassen“, so Tümmers.

Erlenbachschule

An der Erlenbachschule soll die Zeugnisübergabe am 15. Juni in drei Etappen in der Mensa der Schule durchgeführt werden. Jeder Schüler darf eine Person mitbringen. Es gibt eine kleine Feier mit einer Schüleraktion, zwei Ansprachen, Zeugnisübergabe und Einzelfotos der Abgänger. Daraus wird eine Collage erstellt. „Es ist schade für unsere Abschlussschüler, dass der Schritt in den neuen Lebensabschnitt so reduziert stattfindet“, sagte Schulleiterin Christiane Czeranka-Walter.

Realschule Bockum-Hövel

Die Zeugnisvergabe soll am 15. Juni ab 13.30 Uhr im Stundentakt mit den vier Abschlussklassen erfolgen. Allerdings ohne Eltern.

Die Zeugnisübergabe ist in der Sporthalle, klassenweise mit Sitzplan und Abstand geplant. Es geht nach dem Einbahnstraßenprinzip, Schüler kommen über den Notausgang herein. Anschließend ist draußen eine Verabschiedung mit Abstand geplant. „Wir versuchen, es unter den Umständen feierlich zu organisieren und orientieren uns bei der Organisation an dem, was der Schulträger sagt“, berichtet die kommissarische Schulleiterin Birgit Wickord.

Sophie-Scholl-Gesamtschule

Die Entlassung der 10er-Klassen soll klassenweise in der Aula erfolgen. Jeder Schüler kann zwei Familienangehörige mitbringen. Es sind sechs Termine an zwei Tagen geplant (10. und 15. Juni), zwischen den Zeugnisausgaben soll jeweils eine halbe Stunde gelüftet werden, teilt Schulleiterin Bärbel Gröpper-Berger mit.

Bei der Abiturientenentlassung sollen nur die Schüler anwesend sein, ohne Begleitung. Die Zeugnisausgabe ist am 24. Juni ab 15 Uhr. Die 65 Schüler sollen in einer großen Veranstaltung in der Aula entlassen werden. Sitzproben seien schon erfolgt, es gibt feste Sitzpläne, und auch hier gelte das Einbahnstraßenprinzip, sagte die Schulleiterin.

Albert-Schweitzer-Schule

„Die Schüler legen großen Wert darauf, gemeinsam entlassen zu werden, das ist ihnen unheimlich wichtig“, sagt Heike Verspohl, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule. Wenn es geht, soll die Entlassfeier daher auf dem Sportplatz stattfinden. Entlassen werden 43 Schüler. Jeder Schüler darf zwei Begleitungen mitbringen. Alle müssen sich anmelden.

Auch hier soll es jeweils einen Tisch pro Schüler mit Begleitpersonen geben. Auch sei ein Miniprogramm geplant. Allerdings ohne Musik und ohne Gottesdienst. Wie die Entlassveranstaltung bei schlechtem Wetter durchgeführt wird, steht noch nicht fest. Heike Verspohl: „Wir hoffen einfach auf gutes Wetter.“

Gymnasien

Die Hammer Gymnasien warten aktuell noch die Vorgaben der Landesregierung und der Stadt Hamm ab, hieß es auf Anfrage.

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