Zahlen sinken leicht

Hamm bleibt Corona-Spitzenreiter in Deutschland - Kitas und Schulen betroffen

Coronavirus - Abstrich für Coronatest
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Auch kurz vor den Herbstferien ist das große Thema in Hamm die angespannte Corona-Situation. (Symbolbild)

[Update] Hamm bleibt bundesweiter Spitzenreiter bei den Corona-Fällen. Auch wenn sich die Kurve am heutigen Donnerstag ein weiteres Mal sanft neigt. Aktuelle Zahlen gibt es auch aus Schulen, Kitas und Seniorenheimen.

Hamm - 203 akut mit Corona infizierte Menschen waren der Stadt Hamm am Donnerstagmittag (12 Uhr) bekannt. Das sind 9 weniger als am Mittwoch. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert (er berechnet sich aus den Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) sank von 80,4 auf jetzt 78,7. 21 Neuinfektionen wurden binnen 24 Stunden im Gesundheitsamt registriert.

Unter den Neuinfektionen sind insgesamt 4 Schülerinnen und Schüler der Arnold-Freymuth-Schule, der Anne-Frank-Schule, der Friedrich-Ebert-Realschule und der Friedensschule (an allen Schulen waren schon zuvor aktive Infektionen bekannt). An den Schulen verfährt die Stadt „wie üblich“, heißt es. Alle Schüler und Lehrkräfte als Kontaktpersonen von Infizierten wurden bzw. werden in Quarantäne versetzt und verpflichtend auf das Virus getestet. An sieben weiteren Schulen laufen Quarantänen, aktive Infektionen liegen hier nicht vor. Für die Schulen wurden freiwillige Corona-Tests an der Alfred-Fischer-Halle angeboten.

Auch fünf Kitas sind aktuell von Corona-Infektionen betroffen: Dabei handelt es sich um die Awo-Kita Große Werlstr., die Kita Mosaik, die Kita St. Josef, die Kita zur Heiligen Familie und die Kita Noah. Hier wird wie an den betroffenen Schulen verfahren.

Von den 21 Neuinfektionen wurde außerdem bekannt:

  • 9 Ansteckungen vermutlich bei infizierten Familienmitgliedern aus einer bestehenden Quarantäne heraus
  • 1 Infektion im Zusammenhang mit den Hochzeitsfeierlichkeiten
  • 1 Infektion im Rahmen der regelmäßigen Tests bei Westfleisch
  • Bei 10 Infektionen liegen bisher keine Informationen zur Infektionskette vor.

Corona in Hamm: die weiteren Zahlen am Donnerstag

Von den 203 Akutfällen sind 116 weiblich und 87 männlich. 9 von ihnen werden im Krankenhaus behandelt und davon wiederum weiterhin 2 intensivmedizinisch. 2159 Hammer sind derzeit in einer häuslichen Quarantäne (Mittwoch: 2122).

1012 Hammer gelten seit März als von einer Corona-Infektion genesen. 38 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Mit den Corona-Mobilen und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden bis heute 15.806 Proben genommen.

Corona in Hamm: Hohe Fallzahlen treffen Urlauber hart

Wegen der vielerorts steigenden Corona-Fallzahlen haben sich die Bundesländer kurz vor den Herbstferien auf ein quasi flächendeckendes Beherbergungsverbot geeinigt. Davon sind natürlich viele Hammer betroffen, denen damit der Urlaub selbst in Deutschland genommen wird. OB Hunsteger-Petermann schüttelt darüber den Kopf.

Corona in Hamm: Großer Aufwand für Krisenmanagement

Rund 200 Mitarbeiter sind derzeit mit dem Krisenmanagement betraut, verfolgen Infektionsketten nach und bedienen die Corona-Hotline (02381/176444). Der Kreis Warendorf hat ein Dutzend Bedienstete nach Hamm abgestellt, ein weiteres Dutzend stammt von den städtischen Töchtern wie den Stadtwerken, der HGB oder dem Hallenmanagement. Der Großteil stammt aus den städtischen Ämtern.

Einen Arbeitsstau wie zur Zeit des Lockdowns gebe es dort nicht, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Alles, was an Arbeit beim Frühjahr-Lockdown liegengeblieben sei, sei zudem den Sommer über abgearbeitet worden. Zurzeit würden lediglich sekundäre Arbeiten – Statistikpflege oder Hintergrundarbeiten nicht durchgeführt.

Corona in Hamm: Fünf Seniorenheime betroffen

Im Zuge der Reihentestung in allen Pflege- und Senioreneinrichtungen wurden in fünf Senioreneinrichtungen insgesamt 15 Infektionen von Mitarbeitern und/ oder Bewohnern festgestellt. In den jeweiligen Einrichtungen werden die entsprechenden Maßnahmen ergriffen, es gelten verschärfte Hygienekonzepte. Zu den Einrichtungen zählen das Wolfgang-Glaubitz-Zentrum, das Haus am Wiescherhöfener Markt, das Seniorenheim St. Stephanus, das Altenwohn- und Pflegeheim St. Vinzenz-Vorsterhausen und das Haus am Markt. Angehörige und Besucher sollten sich vor einem Besuch über die Regelungen im Haus informieren.

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