Tägliches Update

Coronavirus in Hamm: Freiwilliger Großtest für Schüler und Lehrer des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs

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Die Coronazahlen stagnieren in Hamm weiterhin. 47 Infizierte waren am Freitagmittag bekannt, ebenso viele waren es am Donnerstag, 20.August.

Update, Freitag 18 Uhr: Am Samstag 21.August findet der freiwillige Großtest für Schüler und Lehrer des Elisabeth-Lüders-Berufskolegs an der Alfred-Fischer-Halle statt. Schüler meldeten sich am Freitag in der WA-Redaktion und gaben an, dass sie nicht wüssten, wann sie an der Halle erscheinen sollten. Hierzu erklärt die Stadt, dass eine Einteilung der Schüler von der Schule vorgenommen sei.

Ziel sei, dass nicht alle (theoretisch 1.500) Testkandidaten gleichzeitig in Heessen erschienen. Die Testung wird um 10 Uhr beginnen und sich bis in den Nachmittag hinziehen. Laut Stadtverwaltung haben sich 350 Schüler in der Schule für die Testung gemeldet. Wer keine weitergehenden Informationen hat, soll sich bei Mitschülern aus seinem Bildungsgang über die vorgesehenen Zeiten informieren. Ferner gilt für all diejenigen, die sich nicht bei der Schulleitung angemeldet haben, dass sie ihre Krankenversicherungskarte und ihren Schülerausweis oder eine Schulbescheinigung mit zur Halle nehmen.

Geklärt hat sich ferner das weitere Vorgehen für die Großtagerspflege "Die kleinen Strolche". Da es hier bislang keinen positiven Test gegeben hat, wird die Kinderbetreuung am Montag in den alten Räumlichkeiten der Stephanus-Gemeinde am Reinenkamp fortgesetzt.

Die ursprüngliche Nachricht:

Hamm - Sechs Neuinfektionen kamen hinzu, sechs Personen fielen im Gegenzug aus der Statistik heraus, weil sie die Infektion hinter sich hatten.

Die Stadt beobachtet derweil, dass sich das Virus im engsten Personenkreis von positiv Getesteten vermehrt beharrlich verbreitet. Es liege der Schluss nahe, dass Familienangehörige offenbar äußerst lax mit Abstands- und Hygieneregeln zu Infizierten aus ihrem engsten Umkreis umgingen, hieß es aus dem Rathaus.

Unter den neu Infizierten ist ein Mädchen (0 bis 9 Jahre), das sich als Familienmitglied eines Infizierten angesteckt hat. Das Kind war im infektiösen Zeitraum bereits in Quarantäne und hat nicht seine Kita/Schule besucht.

Zum Infektionsherd des am Donnerstagnachmittag bekannt gewordene Falls eines Elftklässlers des Elisabeth-Lüders-Kollegs  konnte auch am Freitag noch nichts gesagt werden. Verwirrung gab es, weil ein Bruder dieses Schülers, der ebenfalls das Lüders-Kolleg besucht, laut Stadt am Freitag wie gewohnt zur Schule gegangen war (OT-Ton aus dem Rathaus: "Er ist unter Quarantäne gestellt und hätte dort nicht hingehen dürfen. Wir werden mit der Familie Kontakt aufnehmen."). Die Stadt hatte das Gerücht nicht überprüft und rudert nun zurück.

Am Nachmittag wandte sich auch die Schulleitung an die WA-Redaktion. "Der Bruder des Schülers war heute zu keiner Zeit in der Schule, sondern hat sich an die Quarantäneauflagen gehalten und ist heute laut Gesundheitsamt getestet worden. Das Lehrpersonal hat ihn entsprechend auch nicht nach Hause geschickt. Vielmehr habe ich für den heutigen Tag die gesamte Lerngruppe, aufgrund des engen Kontakts, vom Unterricht freigestellt und darauf hingewiesen, dass sich die Schülerinnen und Schüler bitte morgen freiwillig testen lassen", teilte Schulleitzer Christoph Nietsch mit.

Ferner wurden:

- ein Mann (30 bis 39) positiv getestet, der Kontaktperson eines Infizierten war.

- eine Frau (50 bis 59)positiv getestet, die sich als Familienmitglied eines bereits Infizierten angesteckt hatte.

- eine Frau (40 bis 49) positiv getestet, die vom Urlaub aus der Türkei zurückgekehrt war.

- eine Frau (80 bis 89) positiv getestet, die das Familienmitglied eines bereits Infizierten ist.

Eine Frau (über 90) ist Bewohnerin des Seniorenheims St. Stephanus und wurde im Zuge der zweiten Testreihe positiv getestet. Von den zweiten Testreihen auch in der Awo-Kita Bänklerweg und den Großtagespflegen lagen bis Freitagmittag etwa die Hälfte der Testergebnisse vor.

Drei Personen wurden stationär im Krankenhaus behandelt. Eine über 80 Jahre alte Frau lag auf einer Intensivstation. 593 Personen (295 weiblich, 298 männlich) aus Hamm galten bis Freitagmittag als genesen. 403 Personen befanden sich in Quarantäne, 5.702 wurden inzwischen aus der Beobachtung entlassen. An den Corona-Mobilen wurden bis dato 10.195 Proben genommen.

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