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Coronavirus in Hamm: Drastischer Anstieg der Zahlen in Hamm

Nachdem es am Dienstags erstmals seit über zwei Wochen eine kleine Entspannung bei der Ausbreitung des Coronavirus in Hamm gegeben hatte, steigen die Zahlen am Mittwoch wieder deutlich.

Hamm - 81 bekannt gewordene Neuinfektionen meldete das Gesundheitsamt der Stadt Hamm am Mittwochmittag. Das ist mit Abstand der absolute Höchstwert für Ansteckungen binnen 24 Stunden, die von der Verwaltung registriert wurden. 43 dieser Infektionen haben sich nach Angaben der Stadt vermutlich in einer bestehenden Quarantäne zwischen Familienangehörigen oder Bekannten ereignet. Fünf weitere Infektionen sind ebenfalls auf Ansteckungen im Familien- und Bekanntenkreis zurückzuführen, hier lag allerdings noch keine vorherige Quarantäne vor. (News zum Coronavirus Hamm)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche226,43 Quadratkilometer
Einwohner179.916 (Dezember 2019)

Coronavirus in Hamm: RKI-Inzidenzwert bei 197,3

Vier Infektionen sind durch Corona-Reihentests beim Arbeitgeber bekannt geworden. Bei den restlichen 29 Ansteckungen kennt die Stadt noch keine klar zurückverfolgbare Infektionskette. Der Ursprung ist daher noch unbekannt. Die Kontaktverfolgung wird trotz der Unterstützung durch die Bundeswehr, immer schwieriger.

Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) liegt bei 197,3 und damit 36,7 Punkte höher als am Vortag.

Durch die Neuinfektionen stieg die Zahl der aktuell Infizierten in Hamm um 50 auf 385. 199 von ihnen sind weiblich, 186 männlich. Als Genesene gelten in Hamm seit Beginn der Pandemie 1.629 Personen (+31). Von ihnen sind 891 weiblich und 738 männlich.

Die Zahl derer, die sich wegen ihrer Corona-Infektion stationär im Krankenhaus behandeln lassen müssen, stieg um zwei Personen auf 21. Auf der Intensivstation werden weiterhin zwei Männer behandelt, die älter als 70 Jahre sind.

In Quarantäne befanden sich am Mittwochmittag 2.132 Hammer - noch einmal 95 mehr als am Dienstag. Mittlerweile haben 14.017 Personen diese häusliche Isolation hinter sich. 18.581 Proben sind an den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen worden (+119).

Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz soll die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden.

Coronavirus in Hamm: Regelungen für private Räume gelten weiter

Am Dienstag war bekannt geworden, dass bereits am vergangenen Freitag ein Mann im Alter von über 90 Jahren als positiv Getesteter im Krankenhaus gestorben ist. Er lag nicht auf der Intensivstation, hatte aber vor seiner Ansteckung mit Corona bereits Vorerkrankungen. Der Mann war die 42. Person, die nachweislich das Coronavirus in sich trug, als sie gestorben ist.

Am Dienstagabend erhielt die Stadt Hamm vom Land die Nachricht, dass sie ihre strengere Allgemeinverfügung aufrecht erhalten kann, in der auch Beschränkung von Feiern und Treffen in privaten Räumen festgehalten sind. Wie die Regelung nun im Einzeln aussieht, haben wir separat hier zusammengefasst.

Coronavirus in Hamm: Diese Corona-Regeln gelten aktuell

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Feiern und Treffen auch in Privaträumen mit über 25 Personen sind weiterhin verboten. Für Feiern mit weniger Gästen gibt es Ausnahmeregelungen. Die Details dazu finden Sie hier.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken

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