Wochen-Bilanz

Corona: Aufklärungsquote sinkt deutlich - keine Infos mehr zu Delta in Hamm

Nicht mehr alle Proben von Hammer Infizierte lassen sich auf Virusvarianten untersuchen.
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Nicht mehr alle Proben von Hammer Infizierte lassen sich auf Virusvarianten untersuchen.

Im Wochenvergleich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch einmal deutlich zugenommen. Die Entwicklung bei der Delta-Variante ist ungewiss.

Hamm - In der Woche vom 23. bis zum 29. August gab es in Hamm 332 Neuinfektionen. Das waren 95 mehr als in der Woche davor. Von denen Neuinfektionen wurden zunächst 193 ohne klaren Ursprung angegeben. Nachträglich konnten noch 50 Fälle einer Infektionskette zugeordnet werden. Die Aufklärungsquote liegt damit bei 57 Prozent - in der Vorwoche lag sie noch bei 72 Prozent (davor 82). 143 Ursprünge blieben unklar. (News zum Coronavirus in Hamm)

Reiserückkehrer spielen nur noch untergeordnete Rolle

Angesichts dessen, dass die Sommerferien in NRW und damit auch in Hamm schon etwas länger beendet sind, ist auch der Anteil der Reiserückkehrer unter den Neuinfizierten zurückgegangen - auf 15 Prozent. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei 43 Prozent. Etwa 41 Prozent der neuen Infektionen stammen aus dem Familien- und Bekanntenkreis (+11 Prozent), 1 Prozent steckte sich beim Arbeitgeber an (+1 Prozent) und 43 Prozent hatten einen unklaren Ursprung (+15 Prozent).

Obwohl die Reiserückkehrer bei den Neuinfizierten mittlerweile einen kleinen Teil ausmachen, sind unter den aktuell Infizierten noch immer rund 50 Prozent aus dieser Gruppe. Sie waren entweder selbst im Ausland oder haben sich bei Reiserückkehrern angesteckt. Das erklärte Oberbürgermeister Marc Herter am Mittwoch.

Delta-Variante: Keine Auswertung mehr für Hamm möglich

Über die Delta-Variante lässt sich in Hamm nichts genaues sagen. Deshalb verzichtete die Stadt in dieser Woche auf eine prozentuale Einschätzung, erklärte Sprecher Lukas Huster. Weil viele der aktuell Infizierten sich als Kontaktpersonen angesteckt hätten und erst spät getestet würden, seien viele Tests nicht mehr auf mögliche Virusvarianten auszuwerten. „Der sogenannte CT-Wert ist dann zu hoch“, sagte Huster.

In der vergangenen Woche hatte die Stadt überraschend mitgeteilt, dass in Hamm nur 37 Prozent der Infizierten mit Delta angesteckt worden waren. Und das, obwohl der Anteil deutschlandweit da schon wochenlang rund um 90 Prozent lag. „Die 37 Prozent sind nur diejenigen, bei denen es sich auswerten ließ. Es gibt aber auch sicher Delta-Fälle unter denen, bei denen das nicht möglich war“, erklärte Huster nun im Nachhinein. Deshalb dürfte der Wert auch in der vergangenen Woche schon höher gelegen haben.

Deutlich weniger Schnelltests - vor allem Jüngere infiziert

In der vergangenen Woche sind deutlich weniger Schnelltests durchgeführt worden als in der Woche davor. Insgesamt waren es nach Angaben der Stadt 9.108 - ein Minus von 8.006. Von den 9.108 Tests sind 86 positiv ausgefallen. Das entspricht einer Positiv-Quote von 0,94 Prozent. „Spitzenreiter“ unter den einzelnen Tagen bei den Tests war der Samstag, 28. August, mit 2.465 Tests.

Unter den 536 Infizierten am Mittwoch dominierten nach wie vor die Jüngeren und Jüngsten. Allein rund 45 Prozent sind zwischen 0 und 19 Jahren alt. Über 60 sind dagegen nur 34 der Infizierten (6,34 Prozent). Hier die detaillierte Altersstruktur:

AltersgruppeInfizierteEntwicklung
0 bis 9 Jahre117+49
10 bis 19 Jahre123+19
20 bis 29 Jahre77+20
30 bis 39 Jahre75+18
40 bis 49 Jahre79+8
50 bis 59 Jahre31+9
60 bis 69 Jahre20+9
70 bis 79 Jahre10+4
80 bis 89 Jahre3+2
über 90 Jahre1+1

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