Kaum Ältere betroffen

Immer weniger Virus-Wirte in Hamm: So gingen die Infektionen im Wochenvergleich zurück

Teströhrchen liegen an einem Corona-Testzentrum auf einem Tisch.
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Teströhrchen liegen in einem Corona-Testzentrum auf einem Tisch. Von den Schnelltest in Hamm waren nur 0,2 Prozent positiv.

Das Coronavirus findet im Hamm immer weniger Wirte. Auch im Wochenvergleich sinken die Zahlen wieder deutlich.

Hamm – Noch 162 Personen gelten am Donnerstag als infiziert und stehen – zusammen mit 278 Kontaktpersonen – unter Quarantäne. Davon, dass das Virus sich fast nur noch innerhalb dieses Kreises verbreitet, zeugt die Positivquote bei den Schnelltests. Über 45 Prozent der Hammer sind zudem bereits mindestens einmal geimpft worden. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner180.793 (Stand: 31.12.2020)

Genau 45,33 Prozent der Hammer hatten bis Dienstagabend mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. In Hamm wurden bis Dienstagabend 115.767 Impfungen durchgeführt. Davon waren 81.578 Erst- und 34.189 Zweitimpfungen. Von den Impfungen haben die niedergelassenen Ärzte 24.118 Erst- und 5.390 Zweitimpfungen durchgeführt. Je mehr Hammer geimpft sind, desto weniger stecken sich an, tragen das Virus weiter oder leiden unter schweren Verläufen.

Corona in Hamm: 27 Prozent weniger Neuinfektionen

Auch deshalb gab es in der Woche vom 24. bis zum 30. Mai in Hamm nur 84 Neuinfektionen – 31 oder rund 27 Prozent weniger als in der Vorwoche. Von den neuen Fällen wurden in der täglichen Meldung zunächst 44 Ansteckungen als „unbekannt“ eingestuft. Im Rahmen der Nachverfolgung schafften es die Mitarbeiter der Stadt, noch elf Fälle einer Infektionskette zuzuordnen – es bleiben also aus der vergangenen Woche 33 Ursprünge unbekannt.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Neuinfektionen in der Woche bedeutet das, dass etwa 61 Prozent (+5%) der Infektionsketten bekannt sind.

Der Hauptinfektionsweg sind nach wie vor private Kontakte im familiären Umfeld und im Bekanntenkreis (59 Prozent). Bis auf wenige Ausnahmen haben sich fast alle Betroffenen innerhalb einer gemeinsamen Quarantäne mit unter demselben Dach lebenden Infizierten angesteckt.

Nur 0,2 Prozent aller Schnelltests fallen positiv aus

26.846 Schnelltest wurden innerhalb einer Woche durchgeführt – und damit noch einmal 1.978 mehr als in der Vorwoche. Trotzdem waren nur noch 55 positiv (Vorwoche: 71). Das entspricht einer Positivquote von nur 0,2 Prozent.

Das Virus ist also in der „Fläche“ so gut wie gar nicht mehr verbreitet. Mit 5.494 Tests wurden in der betreffenden Woche am Dienstag, 25. Mai, die meisten Schnelltests pro Tag durchgeführt.

Schulen kein Infektionsort - Lage in Kitas fast unverändert

Trotz der Rückkehr in den Präsenzunterricht, sind die Infizierten-Zahlen in den Schulen um mehr als ein Drittel zurückgegangen – auch, wenn mit zehn Schulen zwei Einrichtungen mehr betroffen sind als in der Vorwoche. 38 Schüler sowie drei Lehrkräfte gelten als infiziert (-23, +/-0), davon waren 23 nicht innerhalb des infektiösen Zeitraums in der Einrichtung. Es befinden sich zurzeit 85 Schüler in Quarantäne (-34).

Folgende Schulen sind betroffen:

Arnold-Freymuth-Schule, Eduard-Spranger-Berufskolleg, Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Galilei-Gymnasium, Gymnasium Hammonense, Johannesschule, Lessingschule, Ludgerischule, Matthias-Claudius-Schule, Realschule Heessen

In den Kitas sind mit neun Kindern zwei weniger betroffen als in der Woche zuvor. Davon waren vier im infektiösen Zeitraum nicht in der Einrichtung. Zwei Mitarbeiterinnen gelten als infiziert (+1). Die drei betroffenen Einrichtungen (-2) – Kita Outlaw (Feidikstraße), Kita Zauberburg, Kita Zachäus – standen schon in der Vorwoche auf der Liste.

Angesichts Zehntausender Schüler und Kita-Kinder sind die Infektionsfälle inzwischen verschwindend gering. Ebenfalls verschwindend gering ist übrigens die Infektionslage in den Seniorenheimen. Unter den Bewohnern gibt es keine bekannten Corona-Fälle, nur ein Mitarbeiter eines Heims in Hamm gilt aktuell als infiziert.

Infektionen bei 20- bis 29-Jährigen gehen deutlich zurück

Am Mittwoch galten 163 Personen in Hamm als infiziert (-109). Das ist ein Anteil von 0,09 Prozent an der gesamten Stadtbevölkerung. Am höchsten sind sowohl die absolute Zahl als auch der Anteil innerhalb der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen. Anteilig am stärksten rückläufig war die Verbreitung in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen (-0,13 Prozent). In Hamm gibt es nur noch 15 Infizierte über 60.

Corona-Fälle: Die Aufschlüsselung nach Altersgruppen

AltersgruppeInfizierteEntwicklungAnteil in der Altersgruppe
0-9 Jahre28-70,16%
10-19 Jahre29-200,16%
20-29 Jahre17-300,08%
30-39 Jahre35-50,16%
40-49 Jahre24-230,11%
50-59 Jahre15-80,05%
60-69 Jahre10-100,04%
70-79 Jahre5-30,03%
80-89 Jahre0-30,00%
über 90 Jahre0+/-00,00%

Im Monatsvergleich ist der Rückgang der Infektionszahlen sogar noch deutlicher zu sehen. Die Infiziertenzahl ging im Mai um über 80 Prozent zurück.

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