Tägliches Update

Wieder Corona-Neuinfektionen in Hamm - Rätseln über Infektionsketten

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[Update] Hamm - Trotz weiterer Neuinfektionen sind auch am Mittwoch weniger Hammer akut mit dem Coronavirus infiziert.

Nach Angaben eines Stadtsprechers waren am Mittwochmittag - Stand: 12 Uhr - 17 Hammer akut infiziert. Fünf von ihnen sind weiblich, 12 männlich.

Im Vergleich zu Dienstag wurden zwei Neuinfizierte bekannt, beide Personen sind männlich. Einer von beiden (zwischen 30 und 40 Jahre alt) hat eine persönliche Verbindung zu dem Mann (20 bis 30 Jahre alt), der am Dienstag als neu infiziert gemeldet wurde. Wie ein Stadtsprecher erklärte sei es aber unwahrscheinlich, dass sich einer beim anderen ansteckte. Womöglich wurde beiden das Virus durch einen gemeinsamen Bekannten übertragen, der noch nicht ermittelt ist.

Ursprung der Infektionsketten unklar

"Vielleicht finden wir das auch gar nicht heraus, wenn der Überträger keine Symptome zeigt und nicht getestet wird", so der Stadtsprecher. Der Ursprung dieser beiden Infektionen sei demnach unklar, ein Zusammenhang mit Tönnies- oder Westfleisch-Fällen bestehe aber nicht.

Auch beim zweiten Neuinfizierten ist der Ansteckungsweg unklar. Es handelt sich bei dem Betroffenen um einen Mann jenseits der 80, der allein lebt. Hier läuft die Kontaktverfolgung. Der Mann liegt zur Behandlung im Krankenhaus. Neben ihm befindet sich noch ein weiterer Mann (Tönnies-Mitarbeiter/50 bis 60 Jahre alt) in der Klinik.

Bei keinem der beiden verläuft die Infektion allerdings so schwerwiegend, dass er auf der Intensivstation betreut wird.

Drei Personen gelten am Mittwoch neu als genesen. Deshalb sank die Zahl der Betroffenen um eine Person im Vergleich zum Vortag. Damit sind insgesamt 523 Hammer gesundet. 267 von ihnen sind weiblich, 255 männlich.

Weniger Quarantäne-Fälle

In der vom Gesundheitsamt überwachten Quarantäne befinden sich derzeit 133 Hammer. Das sind deutlich weniger als noch am Dienstag. 26 Personen wurden aus dieser Isolation binnen 24 Stunden entlassen. Insgesamt haben diese bereits 4.069 Hammer hinter sich.

An den Corona-Mobilen wurden mittlerweile 8.881 Proben genommen.

Coronavirus in Hamm - Hoffnung für Unternehmer

Im Gegensatz zur medizinischen ist die wirtschaftliche Situation in Hamm weiterhin angespannt. Etliche Kleinunternehmer und Gastronomen sind frustriert, weil die viel gelobten Corona-Soforthilfen nun doch nicht so verwendet werden dürfen wie erwartet.

Jetzt hat die Landesregierung nach viel Kritik - auch aus Hamm - reagiert und das fragwürdige Rückmeldeverfahren ausgesetzt. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann sieht das als Teilerfolg, kritisiert allerdings die "Paragrafenhengste" im Berliner Finanzministerium. Dort müsse nun eine Entscheidung im Sinne der Unternehmer getroffen werden.

Zugleich hat die NRW-Landesregierung die Tür für weitere Lockerungen ein Stück weiter geöffnet.

Coronavirus in Hamm - Existenzängste in Clubs

Lockerungen gibt es für Club- und Disco-Betreiber noch nicht. Sie müssen ihre Läden weiter geschlossen halten. Das bringt auch Unternehmer auf der Hammer Meile in Bedrängnis. Für einige geht es um die Existenz. Mahnende Worte findet der Betreiber des "Podium".

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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