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Coronavirus in Hamm: Weitere Infizierte in St. Stephanus - Rätsel um Tönnies-Fall

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Symbolbild

Hamm - In Hamm sind auch am Freitag wieder Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Überraschenderweise ist auch ein Tönnies-Mitarbeiter dabei.

Nach Angaben eines Stadtsprechers gab es insgesamt drei neue Fälle. Der Mitarbeiter der Großschlachterei Tönnies im Kreis Gütersloh wurde vom dortigen Gesundheitsamt bei mittlerweile routinemäßigen Reihentests herausgefiltert. Wie sich der Mann ansteckte, ob es weitere Infizierte in dem Betrieb gibt und zu wem er in Hamm Kontakt hatte, sei noch nicht klar, sagte ein Stadtsprecher. Einzelheiten könnten am Nachmittag bekannt werden.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Juni, als am Ende rund 1.500 Mitarbeiter das Virus in sich trugen. Der Massenausbruch hatte weitreichende Folgen für den Kreis Gütersloh, den Nachbarkreis Warendorf und auch die Stadt Hamm. In den Kreisen gab es einen kurzzeitigen neuen Lockdown, in Hamm etliche Schulschließungen.

Zwei Seniorenheim-Mitarbeiterinnen betroffen

Die beiden anderen Neuinfizierten sind zwei Frauen, die im Seniorenheim St. Stephanus. arbeiten. Dort waren schon am Donnerstag zwei Mitarbeiterinnen positiv getestet worden.

Bei den neuen Fällen handelt es sich zum einen um eine 50- bis 59-Jährige, die bereits vor der mittlerweile veranlassten Großtestung aller Mitarbeiter und Bewohner wegen Symptomen vom Hausarzt getestet wurde. Zum anderen ist eine 30 bis 39 Jahre alte Frau betroffen, deren positives Ergebnis im Rahmen der Reihentestung bei der Stadt auflief.

Über die Hälfte aller Tests durchgeführt

Donnerstag sind bereits rund 250 Tests in St. Stephanus durchgeführt worden, am Freitag folgen weitere rund 150. Die Ergebnisse kommen nur nach und nach bei der Stadt an. Frühestens am Sonntag, aber eher am Montag soll es ein Fazit zum Infektionsgeschehen geben. Erst dann wird auch erneut über das verhängte Besuchsverbot und den verfügten Aufnahmestopp entschieden.

Trotz der drei Neuinfektionen bewegen sich die Corona-Zahlen weiter auf niedrigem Niveau. Aktuell sind 29 Menschen in Hamm infiziert (18 weiblich, 11 männlich) - zwei weniger als am Donnerstag. Fünf Personen gelten neu als genesen. Insgesamt haben seit Beginn der Pandemie mittlerweile 572 Personen die Infektion hinter sich. 284 von ihnen sind weiblich, 288 männlich.

Zwei Frauen auf der Intensivstation

Zwei Frauen, eine über 60 und eine über 80 Jahre alt, werden stationär im Krankenhaus behandelt und liegen auf der Intensivstation.

Von der Quarantäne sind mit 553 exakt 64 Hammer weniger betroffen als am Donnertag. Aus dieser Beobachtung entlassen wurden inzwischen 5.380 Bürger. An den Corona-Mobilen der Stadt sind 9.404 Proben genommen worden.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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