Wegen mehr Tests?

Corona-Kurve in Hamm zeigt weiter nach oben - viele Genesene, aber auch ein weiterer Todesfall

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In Hamm werden mittlerweile mehr Tests durchgeführt.

21 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es seit Mittwoch in Hamm, auch meldet die Stadt im Zusammenhang mit einer Infektion einen weiteren Todesfall. Damit sind aktuell 171 Personen akut betroffen.

[Update, Freitag, 10. April, 13 Uhr] Hamm - Das tägliche Corona-Update der Stadt Hamm fällt am Karfreitag knapper aus als an Werktagen. Sprecher Tom Herberg musste aber am Feiertag einen weiteren Todesfall bekannt geben: Ein 82-jähriger Mann, der unter mehreren Vorerkrankungen litt, ist auf der Intensivstation eines Krankenhauses gestorben. Es ist der neunte Todesfall im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Covid-19-Erkrankung in Hamm. 

Drei Neuinfektionen verzeichnet das Gesundheitsamt darüber hinaus, zwei weitere Patienten gelten als genesen - die Zahl der akut von einer Coronavirus-Infektion betroffenen Hammer liegt damit rechnerisch unverändert bei 171.

Coronavirus in Hamm: Ausbreitung beschleunigt sich

Schon am Donnerstagmorgen hatte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann erklärt, dass sich die Ausbreitung - die immer noch verhältnismäßig langsam verläuft - beschleunige. Am Mittwoch hatte es insgesamt drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.

Von den 171 Betroffenen waren, Stand Mittwoch, 105 Frauen und 66 Männer. 133 von ihnen befinden sich zuhause in der angeordneten Quarantäne. Bei 38 verläuft Covid-19 so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Elf von ihnen liegen auf der Intensivstation (sechs Frauen, fünf Männer), darunter zählte am Mittwoch auch noch der 82-Jährige, der inzwischen gestorben ist. Alle sind mindestens Mitte 60 und haben zumeist Vorerkrankungen, die sie schon vor der Infektion mit dem Coronavirus geschwächt haben.

125 Personen haben es überstanden

Die gute Nachricht: Seit einiger Zeit genesen mehr Menschen, als sich neu anstecken. 125 Hammer haben die Infektion mittlerweile überstanden und gelten nicht mehr als Überträger. Sie dürfen wieder ihrem normalen Tagwerk nachgehen und freuen sich sicherlich auf ruhige Ostern.

Noch in Quarantäne befanden sich am Mittwoch 1181 Menschen, die entweder selbst erkrankt sind oder als eine enge Kontaktperson von Betroffenen identifiziert wurden. 882 Personen sind aus der vorsorglichen Isolation inzwischen wieder entlassen worden.

Mehr Tests = mehr Fälle?

Die Test-Rate hat sich zuletzt in Hamm merklich erhöht. Auch, wenn es keine offiziellen Zahlen dazu gibt, lässt sich sagen, dass die Test-Rate in Hamm zuletzt merklich erhöht wurde. Allein im Ludgeri-Stift, wo sich das Virus in der Vorwoche ausbreitete, wurden fast 100 negativ getestete Personen zur Sicherheit noch ein zweites Mal untersucht. Am Corona-Mobil wurden mittlerweile 1056 Proben genommen. Am neuen Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe waren es bis Mittwochabend 170.

Gemeinsam für Hamm: Spenden für "Menschen in Not" in Zeiten der Krise

Durch mehr Tests sinkt auch die Dunkelziffer, mehr offizielle Fälle werden bekannt. Das kann eine Erklärung für die anziehende Verbreitung sein. Muss es aber nicht. „Das kann man in der jetzigen Situation nicht sagen. Es ist jedenfalls deutlich zu früh, in irgendeiner Art und Weise Entwarnung zu geben", sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann auf WA-Anfrage.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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