Sommerferien starten

Treiben Urlauber die Corona-Zahlen in Hamm bald wieder hoch? Test-Appell von Herter

Viele Hammer freuen sich auf den lange ersehnten Sommerurlaub. Einige von ihnen werden aber wohl das Coronavirus im Gepäck haben, wenn sie nach Hamm zurückkehren.
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Viele Hammer freuen sich auf den lange ersehnten Sommerurlaub. Einige von ihnen werden aber wohl das Coronavirus im Gepäck haben, wenn sie nach Hamm zurückkehren.

Mit Beginn der anstehenden Sommerferien aber vor allem spätestens mit deren Ende in gut sechs Wochen werden Reisende beim Kampf gegen das Coronavirus entscheidender. Im vergangenen Jahr trugen Urlaubsrückkehrer entscheidend zu einem Anstieg der Fallzahlen bei. Deshalb sendet Oberbürgermeister Marc Herter einen eindringlichen Appell.

Hamm - „Wir sind im Stand-by, vorbereitet und gerüstet“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter am Donnerstag zum aktuellen Stand bei der Corona-Bekämpfung in Hamm. Angesichts sehr niedriger Infektionszahlen waren zuletzt einige Mitarbeiter aus den Corona-Teams zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückgekehrt. Trotzdem geht der Blick bei der Stadt bereits nach vorne. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Bei Infektionsherden wird weiter hart eingeschritten

Sollte es wieder zu Ausbrüchen kommen, sei man schnell wieder in der Lage, einzugreifen, betonte Herter. Das bisherige Vorgehen bei nennenswerten Infektionsclustern habe sich bewährt. „Zweimal sind wir schnell und hart eingeschritten und sind in die akuten Infektionsherde hineingegangen. Bei einer breiten Ausdehnung des Infektionsgeschehen müssten wir aber in den sauren Apfel beißen und wieder härtere Einschränkungen in Kauf nehmen.“

Damit es erst gar nicht soweit kommt, setzt Herter zunächst einmal darauf, dass sich die Hammer trotz aller Lockerungen der vergangenen Wochen und neuen Möglichkeiten, die viele nun verständlicherweise nutzen wollen, weiter umsichtig verhalten. Sorglosigkeit sei nicht angebracht, auch wenn sich die Lage beruhigt habe. „Das Virus ist nach wie vor nicht weg.“

Herter appelliert an Urlauber, sich testen zu lassen

Gleichzeitig will sich die Stadt gut auf das Ende der Sommerferien vorbereiten. Alle Vorbereitung nütze allerdings nichts, wenn die Bürger nicht weiter bei der Pandemie-Bekämpfung mitmachten. Vor allem Urlaubern kommt in gut sechs Wochen dann eine besondere Rolle zu. „Ich bitte jeden, der im Urlaub war, sich testen zu lassen, um dafür zu sorgen, dass das Virus, das andernorts vielleicht verbreiteter ist, nicht wieder in größerem Maße nach Hamm eingeschleppt wird“, sagte Herter.

Bevor Reiserückkehrer wieder ihrem normalen Alltag in Hamm nachgehen - sich mit Freunden und der Familie treffen, einkaufen oder zur Arbeit fahren - solle sich jeder einem Schnelltest unterziehen. „Verzichten Sie vorher auf Kontakte“, appellierte der OB eindringlich. Für ihn sei es geradezu eine Selbstverständlichkeit, sich testen zu lassen, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. „Ich werde das auch tun“, betonte der OB.

Kein Kind soll ohne negativen Schnelltest in die Schule zurückkehren

Ein weiterer wichtiger Aspekt in den Überlegungen der Stadt ist der Infektionsschutz - insbesondere in den Schulen. Also dort, wo nach den Ferien sehr wahrscheinlich noch die wenigsten Personen geimpft sein werden. „Wegen der vielen jüngeren Schülern ist dort die Impfquote, die wir vielleicht insgesamt erreichen, nicht gegeben“, erklärte Herter. Vor allem an den Grundschulen sollen daher Reihentestungen durchgeführt werden. Herters Ziel: Bevor ein Kind wieder zusammen mit den Mitschülern in der Klasse sitzt, soll es einen Schnelltest absolviert haben.

Das genaue Procedere werde schon jetzt organisiert, weil das am Ferienende erfahrungsgemäß weniger leicht zu bewerkstelligen sei. „Wir wollen da einfach Sicherheit haben“, sagte der OB hierzu. Wie schon Anfang der Woche bekannt wurde, ist die Stadt mit den Schulen und der Schulaufsichtsbehörde in der Abstimmung und wird Testkits zur Verfügung stellen. In einem Elternbrief kurz vor Schulbeginn soll dann noch einmal auf die Vorgehensweise hingewiesen werden.

Stadtsprecher Detlef Burrichter hatte allerdings auch unlängst betont, dass es sich bei dieser Strategie lediglich um ein dringend empfohlenes Angebot handele. Kein Schüler werde wegen eines nicht absolvierten Schnelltests nach Hause geschickt.

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