Aktuelle Entwicklung

Ungeimpfte und Reiserückkehrer weiter Treiber der Pandemie - Überraschung bei Delta-Variante

Vor allem Reiserückkehrer und Ungeimpfte werden derzeit in Hamm positiv auf das Coronavirus getestet.
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Vor allem Reiserückkehrer und Ungeimpfte werden derzeit in Hamm positiv auf das Coronavirus getestet.

Auch nach dem Ferienende sind die Reiserückkehrer in Hamm die größte Gruppe unter den neu Infizierten. Vor allem Ungeimpfte stecken sich derzeit an.

Hamm - Der Trend der zurückliegenden Wochen bestätigt sich: Nach wie vor sind Reiserückkehrer und Menschen ohne Impfschutz in Hamm die Treiber der Pandemie. Allerdings ist das Niveau, auf dem sich die Fallzahlen mittlerweile bewegen, deutlich höher als noch vor zwei Wochen. Am Mittwoch galten 397 Personen als akut infiziert. am Donnerstag waren es dann 458. Eine weitere Steigerung wird erwartet. (News zum Coronavirus in Hamm)

Wie die Stadt Hamm mitteilte, sind von den Infizierten der vergangenen Woche (237 Neuinfektionen) rund 85 Prozent nicht geimpft gewesen, 5,5 Prozent der Infizierten hatten eine, 4,2 Prozent beide Impfungen und 5,5 Prozent hatten vollen Impfschutz. Etwa 29 Prozent der neuen Infektionen stammen aus dem Familien- und Bekanntenkreis, der Anteil der Reiserückkehrer ist mit 43 Prozent noch immer am größten, 28 Prozent der Infektionsketten sind unbekannt.

Anteil der Reiserückkehrer unter den Infizierten sinkt

Von den akut Infizierten am Mittwoch sind 91 Reiserückkehrer - ein Anteil von fast 23 Prozent. Der fällt so gering aus, weil inzwischen nach dem Schulstart Kinder und Jugendliche die dominierende Gruppe unter den Infizierten sind. In der Vorwoche hatte der Anteil der Urlaubsreisenden noch bei fast einem Drittel gelegen. 42 von ihnen waren zuvor in der Türkei, 17 in Nordmazedonien, 14 im Kosovo, neun in Marokko, drei in Polen, zwei im Iran und Spanien und je einer in Pakistan und Österreich.

Von den Reiserückkehrern waren 83 Prozent nicht geimpft (-5 Prozent), vier Prozent hatten die erste Impfung, sieben Prozent die zweite Impfung (ohne Vollschutz) und sechs Prozent einen Vollschutz.

Verbreitung der Delta-Variante in Hamm überraschend gering

Bei der Verbreitung der Delta-Variante gibt es in Hamm eine gegenteilige Entwicklung als im Bund. Nach Auswertungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag der Delta-Anteil in Deutschland schon in der 29. Kalenderwoche - Mitte bis Ende Juli - bei 97 Prozent. Eine Woche zuvor waren es noch 91,5 Prozent. Mitte Mai waren es noch lediglich 3,1 Prozent gewesen - Mitte Juni dieses Jahres hatte sich die der Anteil der Delta-Variante dann schon auf 59 Prozent erhöht. Innerhalb weniger Wochen wurde Delta so zur vorherrschenden Virusvariante in Deutschland.

Von den am Mittwoch Infizierten in Hamm hatten demgegenüber aber nur 37 Prozent die Delta-Variante. Von den 91 infizierten Reiserückkehrern steckten sich nach Angaben der Stadt lediglich 34 Prozent mit der Delta-Variante an. In der Woche davor hatte der Delta-Anteil in Hamm bei 52 Prozent gelegen, der unter den Reiserückkehrern bei 36 Prozent.

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