Mit dem Bollerwagen

Vatertagstouren in Hamm mit Einschränkungen erlaubt - Gastronomen hoffen auf viele Gäste

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Symbolbild

Nachdem sich die Hammer am Maifeiertag vorbildlich verhalten und auf Bollerwagen-Touren und Partys verzichtet haben, setzen die Verantwortlichen nun für den inoffiziellen Vatertag am Donnerstag erneut auf Zurückhaltung seitens der Bürger. Die Gastronomen indes hoffen auf viele Gäste.

Hamm – Das komplette Vatertagspaket geht ohnehin nicht. Das Pilgern mit der ganzen Clique ist aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen aktuell weiterhin verboten. Theoretisch aber dürfen Angehörige aus zwei Haushalten am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) mit Bollerwagen, Musik und alkoholhaltigen Getränken durch die Felder ziehen.

Himmelfahrt weniger problematisch als 1. Mai

Auf eine Allgemeinverfügung, um das gänzlich zu unterbinden, verzichtet Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann diesmal. Den Hauptgrund formuliert Stadtsprecher Tobias Köbberling so: „Himmelfahrt war in Hamm in den vergangenen Jahren nicht so ein Magnet für große Menschenansammlungen, die Super-Hot-Spots wie zum 1. Mai hat es hier nie gegeben.“

Gleichwohl appelliert die Stadt an die Bürger, sich wieder so diszipliniert zu verhalten wie vor drei Wochen. In Hamm lautet das Motto zum Vatertag also: „Aller guten Dinge sind zwei!“

KOD verhängt weiterhin Bußgelder

Einen Freifahrtschein gebe es indes nicht, so Köbberling. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) werde im Vergleich zu Werktagen leicht verstärkt sein. Wer gegen die Auflagen verstoße, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

Was dafür spricht, dass am Donnerstag viele Hammer – zumindest im Kreise der Familie – unterwegs sein dürften: Meteorologen sagen für Donnerstag feinstes Sommerwetter mit sonnigen 25 Grad vorher. Davon versprechen sich nun die Hammer Gastronomen einen Gästeschub, besonders in den Biergärten.

Einnahmen reichen hinten und vorne nicht

„Bisher lief es sehr schleppend an“, lautet das Zwischenfazit von Anja Sommer für die Gastronomie am Ruderclub. Statt 70 bis 80 hat sie aktuell nur 35 Plätze im Biergarten zur Verfügung. Und selbst die blieben bisher weitgehend leer. „Die Einnahmen reichen vorne und hinten nicht“, sagt Sommer. Mit Blick auf Donnerstag hofft sie auf deutlich mehr Gäste.

Öffnen wird auch Hedwig Schulte-Geithe ihre Gaststätte am Geithewald. „Der große Biergarten bleibt aber geschlossen“, sagt die Inhaberin. „Das könnten wir gar nicht kontrollieren.“ Innen und an vier Tischen im Innenhof können ihre Gäste Platz nehmen.

Fährhaus und Bootshaus hoffen auf viele Gäste

„Sehr, sehr gut“ sei bisher der Betrieb im Bootshaus angelaufen, berichtet Pächter Skender Vrajolli. „Die ersten drei Tage war es beängstigend ruhig. Aber seit Samstag/Sonntag ist das Eis gebrochen.“ Die Tische im Biergarten (etwas mehr als die Hälfte der sonstigen Kapazitäten kann Vrajolli dort anbieten) waren komplett besetzt. Auch für Christi Himmelfahrt rechnet er mit „sehr vielen Gästen“.

Ivonne Weber vom Alten Fährhaus rechnet ebenfalls damit, dass es voll wird und sie einige Gäste wird abweisen müssen – wie am vergangenen Sonntag bereits geschehen. In der Außengastronomie muss sie auf die Hälfte der eigentlich rund 160 Plätze verzichten. Im Großen und Ganzen gingen die Gäste verständnisvoll mit der Situation um.

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