Tonnen quellen über: Müllaufkommen wegen Corona gestiegen - das werfen die Hammer weg

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Auch Kinderspielzeug wurde zuletzt vermehrt weggeworfen.

Hamm - In der Corona-Krise sind die Menschen mehr zuhause. Essen dort öfter, bestellen Waren im Internet. Und entrümpeln Gartenhütte und Keller. Das führt dazu, dass landesweit in zahlreichen Kommunen die Mülltonnen überquellen.

In Hamm ist das Müll-Aufkommen durch die Corona-Krise nach einigen Schwankungen allerdings nicht auf Dauer gestiegen. „Es gab im März und April im Bereich Wertstoffe, Sperrmüll und bei Elektrogeräten einen spürbaren Anstieg der Abfallmengen – im Rahmen der Elektrogeräte hält dieser bis heute an“, erklärte ein Stadtsprecher.

Das könne durchaus darauf zurückzuführen sein, dass vermehrt „aufgeräumt“ wurde. Bei den Wertstoffen sei neben Verpackungen auch beispielsweise ausrangiertes Spielzeug mit entsorgt worden.

Schwankungen bei Restmüll, Rückgang bei Altpapier

Auch bei der Restmüllmenge gab es Schwankungen: im März und April kam es zu einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr, im Mai jedoch zu einem Rückgang. So sei keine signifikante Änderung über einen längeren Zeitraum erkennbar. In Zahlen ließen sich diese Schwankungen nicht ausdrücken, da die Müllmengen grundsätzlich Schwankungen unterworfen seien.

Beim Altpapier wurde sogar gleichzeitig ein Rückgang verzeichnet.

Mehr Biotonnen als Lockdown-Folge?

Stärker nachgefragt ist die Entsorgung von Biomüll. „Die Biotonne wurde und wird – möglicherweise aufgrund der vorübergehenden Einschränkung bei den Grünabfallanlieferungen – zurzeit im gesamten Stadtgebiet vermehrt bestellt“, erklärte der Stadtsprecher. Auch die Anzahl der Anlieferungen am Recyclinghof habe sich inzwischen auf einem hohen Niveau „normalisiert“.

Recyclinghof öffnet zu Corona-Zeiten erstmals wieder die Tore

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