Investitionsprogramm soll bleiben

40 Millionen Euro futsch? Die Corona-Rechnung für Hamm

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Mit hohen Einnahmeverlusten rechnet Hamms Stadtkämmerer Markus Kreuz

Hamm - Durch die Coronakrise werden der Stadt in diesem Jahr voraussichtlich 40 Millionen Euro an Steuereinnahmen wegbrechen.

So fällt jedenfalls die Rechnung von Kämmerer Markus Kreuz aus, nachdem am Donnerstag der Arbeitskreis Steuerschätzungen seine Frühjahrsprognose in Berlin vorgelegt hatte. Trotz der fehlenden Steuermillionen sieht der Kämmerer damit Hamm nicht am Abgrund. Vorausgesetzt, die vom Bund und Land in Aussicht gestellten Hilfen werden auf den Weg gebracht, könne ein Großteil der Verluste aufgefangen werden, so Kreuz.

Investitionen werden nicht ausgesetzt

Am bestehenden Investitionsprogramm wolle er festhalten, auch beim städtischen Personal solle nicht gekürzt wären. „Das wären genau die falschen Signale“, so Kreuz. „Wir haben unsere Schulden in den letzten acht Jahren um 120 Millionen Euro zurückgefahren. Dadurch sind wir in einer besseren Situation als es die eine oder andere Kommune vielleicht ist. Eventuell müssen wir jetzt auch mal neue Kredite aufnehmen“, so der Kämmerer.

Von den 40 Millionen entfällt laut der Steuerprognose die Hälfte auf die Gewerbesteuer. Real seien dies zur Zeit 12 Millionen Euro, so Kreuz. Das lasse sich anhand der 500 Anträge auf Steuerstundung ablesen.

Immense Zuschussleistungen

Ferner wird der Stadt in der Prognose ein Verlust von 8,2 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer in Aussicht gestellt. Weitere 1,5 Millionen Euro sollen es bei der Umsatz- und noch einmal 1,5 Millionen Euro bei der Vergnügungssteuer sein.

Hinzu kommen die Kostensteigerung im Sozialbereich, die höheren Zuschussleistungen in kulturelle Betriebe und Einrichtungen wie den Maxipark, die Ausfälle bei den Beiträgen für Kitas und OGS sowie die coronabedingten Ausgaben der Stadt für Masken und dergleichen: Alles zusammen etwa 8,5 Millionen Euro.

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