Neue Aktion

Zum Schulstart: So will die Stadt die Ausbreitung des Coronavirus verhindern

In Hamm sollen sich möglichst viele Schüler am ersten Schultag auf das Coronavirus testen.
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In Hamm sollen sich möglichst viele Schüler am ersten Schultag auf das Coronavirus testen.

Kaum in der Schule, schon in Quarantäne? Diese Befürchtung haben viele Hammer Schüler, Eltern und Lehrer. Die Stadt Hamm will verhindern, dass dieses Szenario eintritt.

Hamm – Die Stadt Hamm will deshalb über eine neue Corona-Test-Kampagne und kostenlose Selbsttests für alle Schüler zum Schulstart erreichen, dass sich das Virus nach den Sommerferien nicht wieder vermehrt in Hamm ausbreitet. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Kampagne für mehr Tests mit 18 Großplakaten

„Wir sind gemeinsam aufgerufen, dafür zu sorgen, dass das Coronavirus sich nicht als zusätzliches ‚Reisegepäck‘ nach den Ferien in Hamm ausbreitet. Deshalb ist es wichtig, sich testen zu lassen – das gilt für alle Urlaubsrückkehrer genauso wie für die Schülerinnen und Schüler gleichermaßen“, betonte Oberbürgermeister Marc Herter bei der Vorstellung einer Plakatkampagne, mit der für die freiwilligen Tests zum Ferienende geworben wird.

Die Kampagne umfasst neben 18 großflächigen Plakaten an zentralen Standorten in der Stadt auch kleinere Versionen in allen Bussen der Stadtwerke und der VG Breitenbach, in den Bürgerämtern und Jugendzentren und Material für die stadteigenen Portale im Internet. Auch im Cinemaxx soll ein entsprechender Spot vor allen Filmen laufen.

Herter bittet Eltern um Zustimmung für Selbsttests bei Grundschulkindern

Um Kindern, Eltern und Lehrkräften eine zusätzliche Sicherheit gleich am ersten Schultag zu geben, stellt die Stadt Hamm den Grund- und Förderschulen auf eigene Kosten Selbsttests zur Verfügung. An den weiterführenden Schulen werden ebenfalls Selbsttests am ersten Schultag durchgeführt. „Ich bitte alle Eltern darum, zuzustimmen, dass ihre Kinder an der Schultestung teilnehmen können“, so Herter.

Unterdessen hat auch NRW-Schulministerin Gebauer erklärt, was für Regeln in den Schulen nach den Ferien gelten.

Dass die Zahl der durchgeführten Schnelltests in Hamm in der zurückliegenden Woche von 8.373 auf 12.354 gestiegen ist, wertet der OB als gutes Zeichen. „Damit sind wir hoch zufrieden. Das ist der gemeinsame Weg, um einen weiteren Lockdown zu verhindern.“ Und weiter: „Wir sind der festen Überzeugung, dass die Doppelstrategie, auf das Testen und das Impfen zu setzen, richtig ist. Über die Tests erkennen wir schnell neue Corona-Fälle und können so die flächige Ausbreitung schnell eindämmen. Durch Impfung verhindern wir, dass sich überhaupt Menschen infizieren.“

Corona in Hamm: „Schwerpunkt natürlich weiter bei Erwachsenen“

Die regelmäßigen Tests in Schulen und auch die kürzlich verstärkt angelaufenen Impfungen von Kindern über 12 und Jugendlichen würden die Erwachsenen nicht von der Pflicht entbinden, sich selbst an der Eindämmung der Pandemie zu beteiligen. „In der öffentlichen Diskussion geht es im Moment ja gefühlt nur um die Kinder und Jugendlichen. Der Schwerpunkt liegt natürlich weiter bei den Erwachsenen. Sie sind aufgefordert, sich impfen zu lassen. Möglichkeiten gibt es genug“, so Herter.

Ein Anlaufpunkt für Impfwillige ist weiterhin der Impfbus. Der umgebaute Linienwagen steht am Samstag am Hallenbad in Heessen (An der Marienkirche), am Sonntag am Maximilianpark (Alter Grenzweg 2) und am Montag vor dem Kaufland in Heessen (Münsterstraße 183). Das Angebot kann ohne Termin jeweils zwischen 9 und 18 Uhr genutzt werden. Verimpft werden die Präparate von Biontech und Johnson&Johnson an alle Personen ab 16 Jahren. Für Zweitimpfungen der an den Tagen Erstgeimpften kommt der Bus exakt vier Wochen später noch einmal an dieselbe Stelle.

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