Änderung der Einreiseregeln

Das gilt jetzt für Reiserückkehrer - Probleme mit Meldung von Nachweisen

Hamm Bahnpassagier verlassen den HBF , Sind sie mit Delta- Variante im Gepäck angekommen ?
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Hamm Bahnpassagier verlassen den HBF , Sind sie mit Delta- Variante im Gepäck angekommen ?

Tausende Hammer sind aktuell im Sommerurlaub oder nutzen die letzten zwei Wochen der Ferien noch für eine spontane Auszeit. Inzwischen sind die Einreiseregeln nach Deutschland aber verschärft worden. Und das sorgt für viel Gesprächsbedarf bei den Hammern. Bei der Rückmeldung läuft längst nicht alles glatt.

Hamm – An der Corona-Hotline in Hamm sind die Nachfragen von Reisenden gestiegen. „Sie wollen vor allem wissen, ob und wie sie sich zurückmelden müssen“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster. Das Aufkommen sei allerdings noch gut handhabbar. Angesichts des nahenden Ferien-Endes sei jedoch zu erwarten, dass noch einmal mehr Reiserückkehrer heimkommen – und der Aufwand steigt. (News zum Coronavirus in Hamm)

Coronavirus in Hamm: Die unterschiedlichen Einreiseregeln

  • Nicht-Risikogebiete: Wer aus diesen Gebieten nach Hamm kommt, muss derzeit einen negativen Test bei Einreise vorweisen (PCR-Ergebnis maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 48 Stunden alt), außer er ist geimpt, genesen oder unter 12 Jahre alt.
  • Hochrisikogebiete: Im Moment werden vom RKI 43 Länder als Hochinzidenzgebiete eingestuft, darunter die Niederlande, Spanien, Portugal und Ägypten. Wer aus diesen Gebieten zurückreist, muss einen negativen Test bei Einreise vorweisen, außer er ist geimpft, genesen oder unter 12 Jahre alt. Wer weder genesen noch geimpft ist, muss trotz negativem Testergebnis in eine anschließende Quarantäne. Für Kinder unter 12 Jahren sind fünf Tage angesetzt, für alle anderen zehn. Nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen weiteren negativen PCR-Test vorzeitig beendet werden. Kinder unter 12 Jahren müssen keinen weiteren Test machen.
  • Virusvariantengebiete: Aktuell werden Brasilien und Uruguay als solche Gebiete eingestuft. Betroffene müssen einen negativen Test bei Einreise vorweisen, außer sie sind unter 12 Jahre alt. Alle Einreisenden müssen 14 Tage in Quarantäne. Davon ausgenommen sind Geimpfte und Genesene, wenn der Impfstoff vor der vorherrschenden Virusvariante schützt.


Für Rückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten gilt: Bereits vor der Einreise muss die digitale Einreiseanmeldung vorgenommen werden, wenn man sich innerhalb der vergangenen zehn Tage vor der Einreise in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet aufgehalten hat. Die Anmeldung kann unter www.einreiseanmeldung.de vorgenommen werden.

Mehrfach Nachweise nicht im Gesundheitsamt angekommen

Beim WA haben sich inzwischen allerdings gleich mehrere Reiserückkehrer gemeldet, bei denen das von der Verwaltung propagierte Meldeverfahren nicht reibungslos funktionierte. Zum einen sei es selbst für gut informierte Bürger schwierig, den Überblick zu behalten. Zum anderen seien nicht alle in dem Online-Portal hochgeladenen Nachweise beim Gesundheitsamt angekommen. Das führte teilweise dazu, dass einzelne Familienmitglieder für kurze Zeit unter Quarantäne gestellt wurden und der Alltag der Betroffenen aufwendig umgeplant werden musste.

Huster erklärte, dass solche Probleme nicht an der Tagesordnung seien. Knapp 6.000 Menschen hätten sich immerhin allein über das Portal der Bundesregierung wieder in Hamm zurückgemeldet. „Selbst wenn uns Bürger ihre Nachweise per E-Mail zugeschickt haben, hat das bislang gut funktioniert“, sagte der Sprecher.

In der vergangenen Woche lösten Reiserückkehrer die Ansteckungen im persönlichen Umfeld als Hauptinfektionsquelle ab. OB Marc Herter kommen die neu bekannt gewordenen Fälle dabei gar nicht so ungelegen.

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