Nach Unmut

Stadt Hamm reagiert auf Kritik an Schüler-Quarantäne und Informationspolitik

Rund um einen mit dem Coronavirus infizierten Schüler sitzende Mitschüler müssen in Hamm in Quarantäne.
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Rund um einen mit dem Coronavirus infizierten Schüler sitzende Mitschüler müssen in Hamm in Quarantäne.

Auch wenn das neue Schuljahr noch keine zwei Wochen alt ist, ist die Mehrzahl der Schulen in Hamm bereits von Coronafällen betroffen.

Hamm - Mit Stand von Freitag waren es nach Auskunft der Stadtverwaltung Hamm 34 der 52 Schulen – vier mehr als bislang bekannt gewesen war. (News zum Coronavirus in Hamm)

Damit einher geht auch ein wachsender Unmut über den schleppenden Informationsfluss seitens des Gesundheitsamts. Die Stadt reagierte am Montag auf die angespannte Lage und bildete Sonderteams zur einheitlichen Bearbeitung der Fälle an Schulen und Kitas. Diese seien „ab sofort“ im Einsatz, hieß es aus dem Rathaus .

Corona-Nachverfolgung: Stadt schafft Sonderteams „Kita und Schule“

„Zukünftig findet eine einheitliche Sachbearbeitung von Kontaktpersonenermittlung und -nachverfolgung bis hin zum Einsatz des Probenmobils durch die Sonderteams ,Kita und Schule’ statt. Diese sind für Schulleitungen auch am Wochenende erreichbar“, so Stadtsprecher Lukas Huster.

Die Arbeitsweise des Gesundheitsamtes sei „angepasst und optimiert“ worden. Gibt es einen positiven Test in einer Schulklasse, werde nunmehr spätestens am dritten Tag nach dem positiven Testergebnis Gewissheit herrschen, wer aus der Klasse weiterhin am Unterricht teilnehmen dürfe.

„Kleeblatt“-Quarantäne für Sitznachbarn von Infizierten

In der Regel werden dies dann nur die unmittelbaren Sitznachbarn eines Betroffenen sein. Positive, per PCR-Test bestätigte Fälle werden demnach vom Gesundheitsamt nicht nur an die Eltern, sondern auch an die Schule gemeldet. Die Schule benennt dem Gesundheitsamt die unmittelbaren Sitznachbarn (Kleeblatt um den Schüler).

Diese müssen dann in Quarantäne, alle übrigen Kinder nicht. Sollten weitergehende Quarantäne-Anordnungen (wegen weiterer Kontakte des Betroffenen in der Schule) nötig werden, wird die Schule darüber informiert. Bleibt eine solche Info aus, gilt nur die „Kleeblatt“-Quarantäne.

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