Wegen Coronavirus

Ostern bei Hammer Familien: Karte statt Kuss, Urlaub im eigenen Garten

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Nele (7) und Jule (2) Orendi haben fleißig gebastelt: Statt mit einer Umarmung gibt es den Ostergruß der Familie in diesem Jahr durch liebevolle bunte Karten.

Erst geht es in die Kirche, dann zum Essen und schließlich zur Ostereiersuche in den Garten. Und am Abend trifft man sich am Osterfeuer – normalerweise. Dieses Jahr ist allerdings alles etwas anders. Wir haben mit Hammer Familien darüber gesprochen, wie sie das Osterfest trotz Kontaktsperre feiern.

Hamm – Der Wohnwagen ist gepackt und sauber, die Wettervorhersage fürs Wochenende ideal. Eigentlich wollten Daniela Rörig und ihr Sohn Julian aus dem Hammer Süden damit am Karfreitag in den Kurzurlaub nach Winterberg starten. Doch Corona machte den beiden einen Strich durch die Rechnung. Den Urlaub ließen sich die Hammer aber nicht nehmen.

„Wir haben unseren kleinen Wohnwagen einfach in den Garten geschoben und verbringen nun dort ein paar Nächte“, erzählt die Mutter. „So haben wir wenigstens etwas Urlaubsfeeling.“ Wenn das Wetter so bleibt, wollen die beiden den Grill anschmeißen. Zu erleben gebe es für den 10-Jährigen im heimischen Garten genug: „Bei uns im Garten haben der Kletterturm und das Trampolin geöffnet, für Unterhaltung ist also gesorgt. Wir machen uns entspannte und schöne Ostertage“, sagt Rörig. Und nächstes Jahr kann der Kurztrip dann ja richtig nachgeholt werden.

Verwandte aus der Risikogruppe

Einen anderen Plan für das Osterfest hatte auch Familie von Zurgathen aus Rhynern. Sie wollten mit der Familie am Ostersonntag ein Grillfest veranstalten. „Wir wären rund 20 Leute gewesen. Wir hatten auch schon eine WhatsApp-Gruppe, in der wir geplant hatten, wer was mitbringt“, berichtet Daniela von Zurgathen. Das sei aber jetzt abgesagt.

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„Wir haben in unserer Familie auch Menschen aus der Risikogruppe. Die wollen wir nicht in Gefahr bringen“, sagt die Mutter. Gegrillt werde aber trotzdem. Nur eben im kleinen Rahmen mit ihrem Mann Kevin Korte und den Kindern Leon (15) und Lisa (12).

Nie zu alt für ein bisschen Spaß

Auch wenn die Kinder für die Ostereiersuche schon etwas zu groß sind, will sich die Mutter etwas einfallen lassen. „Wenn der Osterhase Geschenke bringen sollte, dann verstecken wir sie vielleicht. Man ist doch nie zu alt für ein bisschen Spaß“, sagt die 37-Jährige. Wenn das Wetter am Montag weiter gut bleibt, macht die Familie vielleicht auch eine kleine Radtour. Statt dabei die Verwandten zu besuchen, werden dann die Geschenke einfach vor die Tür gelegt. So, wie es der Osterhase eben macht.

Kinder basteln bunte Karten

Möglichst kontaktlose Ostergrüße gibt es in diesem Jahr auch von Familie Orendi. Nur, weil man die Verwandten nicht in den Arm nehmen kann, sind diese aber nicht weniger liebevoll. Schon vor zwei Wochen haben Nele (7) und Jule (2) Orendi angefangen bunte Karten zu basteln.

„Wenn wir unsere Familie schon nicht sehen können, dann sollen sie zumindest jeder eine schöne Osterkarte bekommen“, sagt Mama Linda Orendi. Da kann der Osterhase in diesem Jahr beruhigt auch im Homeoffice arbeiten, fleißige Helfer hat er in Hamm genug.

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